
Der Inselrat von Ibiza hat wegen der stark wachsenden Population von Ringeltauben einen zeitlich befristeten Jagdnotstand für die gesamte Insel ausgerufen. Nach Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera gilt die außergewöhnliche Maßnahme vom 20. Juli bis zum 23. August 2026 und soll sowohl landwirtschaftliche Schäden als auch Risiken für den Flugverkehr reduzieren. Grund für die Entscheidung sei die zunehmende Verbreitung der Vögel auf der Insel. Nach Angaben des Inselrats von Ibiza verursachen die Ringeltauben erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. Gleichzeitig wurden in der Umgebung des Flughafens Ibiza immer häufiger Tiere gesichtet. Technische Berichte weisen zudem auf eine steigende Zahl von Kollisionen zwischen Flugzeugen und Ringeltauben hin, darunter auch Vorfälle mit mehreren Vögeln gleichzeitig.
An der Kontrollaktion können sich Jagdreviere freiwillig beteiligen. Die Verantwortlichen müssen ihre Teilnahme bis zum 19. Juli anmelden. Gejagt werden darf an insgesamt zehn festgelegten Tagen zwischen dem 19. Juli und dem 20. August – entweder mit der Flinte oder mit Flinte und Hund. Dabei sind alle geltenden Vorschriften zu Sicherheitszonen und Jagdzeiten einzuhalten. Nach Abschluss der Maßnahme müssen die beteiligten Jagdreviere dem Inselrat bis zum 15. September einen Bericht über die Zahl der erlegten Ringeltauben vorlegen. Der Beschluss stützt sich auf technische Gutachten sowie auf die Ergebnisse einer vergleichbaren Kontrollkampagne aus dem Vorjahr, die vom Consell de Caça d’Eivissa (Jagdbeirat von Ibiza) befürwortet worden war.











