
Obwohl die diesjährige Tourismusmesse FITUR von den Folgen des schweren Zugunglücks in Andalusien belastet ist und mehrere Programmpunkte und Veranstaltungen abgesagt oder angepasst wurden, präsentieren sich Ibiza und die Balearen mit einem reduzierten, zugleich aber klar fokussierten Auftritt, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Die diesjährige FITUR steht für Ibiza zudem im Zeichen der Rückgewinnung des nationalen Tourismus, der in der vergangenen Sommersaison – insbesondere in den Hauptmonaten – deutlich rückläufig war. Gleichzeitig bleibt die Entzerrung der Saison eines der zentralen Leitmotive, mit denen der Inselrat und die verschiedenen Institutionen auf der Messe vertreten sind – ein Ansatz, der bereits in der Ausgabe des Vorjahres im Mittelpunkt stand.
Auch die balearische Landesregierung setzt auf klare Akzente: Im Fokus steht die kulturelle Angebotsvielfalt als Instrument zur Positionierung der Inseln in der Nebensaison. Zu den zentralen Programmpunkten zählt zudem eine Podiumsdiskussion mit Vertretern von Airbnb, bei der die Nachhaltigkeit der touristischen Aktivität thematisiert wird.
Die Gemeinde Santa Eulària des Riu nutzt die FITUR, um ihre Positionierung als Familien‑ und Slow‑Life‑Destination weiter zu stärken. Im Fokus stehen qualitativ hochwertige Angebote, authentische Erlebnisse und ein ausgewogenes, nachhaltiges Tourismusmodell. Als zentrale Neuerung wird der Santa Eulària Family Pass vorgestellt– eine digitale Familienkarte, mit der Besucher ihren Aufenthalt individuell planen können. Die Plattform bündelt kulturelle, touristische und patrimoniale Angebote und bietet Vergünstigungen sowie Vorteile bei lokalen Aktivitäten, Geschäften und Services. Ergänzend betont die Gemeinde die Bedeutung von Sport‑ und Nebensaison‑Events, um die Saisonalität zu reduzieren und das Reiseziel ganzjährig erlebbar zu machen.
Der Inselrat von Ibiza stellt ein neues Qualitätssiegel für den diskretionären Personenverkehr auf Ibiza vor. Ziel von „Transporte verificado“ , verifizierter Transport, sei es, die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen und legale, geprüfte Transportdienste klar erkennbar zu machen. Fahrgäste können künftig über einen QR‑Code prüfen, ob es sich um einen verifizierten professionellen Anbieter handelt. Das Siegel gilt für Fahrzeuge mit neun bis 55 Sitzplätzen und ist Teil der Initiative „Moverse bien también es cuidar de Ibiza“ (sinngemäß: Sich gut fortzubewegen heißt auch, Ibiza zu schützen), die Qualität, Sicherheit und nachhaltige Mobilität in den Mittelpunkt stellt. Eine spätere Ausweitung auf weitere Baleareninseln ist nicht ausgeschlossen.










