
Die Küsten von Ibiza und Formentera stehen unter zunehmendem Plastikdruck: Rund 65 Prozent der Abfälle im Meer bestehen laut einer aktuellen Untersuchung aus Kunststoff. Die Analyse zeigt, dass sich die Verschmutzung nicht nur an der Oberfläche, sondern vor allem am Meeresboden festsetzt und dort dauerhaft bestehen bleibt. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wurden bei Messungen an 21 Standorten im Jahr 2025 konstante Mengen an Müll festgestellt – unabhängig von der Saison. Selbst nach dem Sommer sinkt die Belastung nicht. Teilweise wurden Dichten von über 3,2 Objekten pro hundert Quadratmeter gemessen, was auf eine anhaltende Überlastung des Ökosystems hinweist.
Besonders problematisch sind laut Studie Zigarettenstummel, von denen in einem Jahr fast 6.000 eingesammelt wurden. Diese gelten als besonders schädlich, da ein einzelner Stummel bis zu 500 Liter Wasser verunreinigen kann und somit eine erhebliche Umweltgefahr darstellt. Ein weiteres großes Problem ist die Landwirtschaft, die jährlich rund 1.300 Tonnen Plastikabfälle produziert. Vor allem Folien aus dem Gemüseanbau zerfallen durch Sonneneinstrahlung und bleiben dauerhaft im Boden zurück. Zwar werden zunehmend Alternativen wie biologisch abbaubare Materialien getestet, doch der Handlungsbedarf bleibt hoch.
Auch menschliche Aktivitäten im Meer tragen maßgeblich zur Verschmutzung bei. Laut der Untersuchung gehen etwa 33,5 Prozent der Abfälle auf die Schifffahrt zurück, während rund 32,2 Prozent mit Tourismus, Gastronomie und Küstenhandel in Verbindung stehen.











