
Die Gemeinde Santa Eulària des Riu hat ein Verfahren zur Änderung der kommunalen Gebührenordnung eingeleitet, um die Adoption von Haustieren zu erleichtern und das Tierwohl zu stärken. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, sollen die Tarife stärker an die tatsächlichen Kosten angepasst und verantwortungsvolle Adoptionen gefördert werden. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 88 Adoptionen registriert, davon 64 Hunde, 17 Katzen und sieben weitere Tiere.
Die wichtigste Neuerung betrifft die Hundeadoption: Die bisherige Unterscheidung nach dem Alter entfällt. Bislang kostete die Adoption eines Hundes unter drei Jahren 85 Euro, für ältere Tiere 65 Euro. Künftig gilt eine einheitliche Gebühr von 65 Euro für alle Hunde. Damit wird die Adoption jüngerer Tiere günstiger und das Verwaltungsverfahren vereinfacht. Auch für andere Tiere werden die Gebühren vereinheitlicht. Die Adoption von Huf- und sonstigen Haustieren kostet künftig ebenfalls 65 Euro. Für Katzen bleibt es bei einer symbolischen Gebühr von 5 Euro. Die Kosten für das Einfangen von Tieren, den Aufenthalt im kommunalen Zentrum sowie grundlegende tierärztliche Leistungen wie Mikrochip, Heimtierausweis oder Tollwutimpfung bleiben unverändert.
Erstmals führt die Gemeinde zudem eine eigene Gebühr für die Erhebung der Hunde-DNA ein. Diese wird auf 37,50 Euro festgesetzt und soll neue Instrumente zur Identifikation und Kontrolle von Tieren ermöglichen, um den Kampf gegen das Aussetzen von Tieren zu verstärken und eine verantwortungsvolle Tierhaltung zu fördern. Die Änderung der Gebührenordnung soll zunächst in der Plenarsitzung im Dezember verabschiedet und anschließend für 30 Werktage öffentlich ausgelegt werden. In diesem Zeitraum können Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen einsehen und Einwendungen über das Schwarze Brett oder die elektronische Verwaltung einreichen. Die zuständige Umweltstadträtin Mónica Madrid betont, dass diese Aktualisierung „keine Erhöhung der Kosten für das Einfangen oder die Unterbringung von Tieren bedeutet, sondern die wirtschaftliche Nachhaltigkeit verbessert und vor allem die Adoption erleichtere, damit mehr Tiere ein neues Zuhause finden können.“













