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Öffentliches Gesundheitswesen

Patientenverbände fordern höhere Spesen für Reisen nach Mallorca

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Balearischer Landtagsabgeordneter müsste man sein, das hört sich nicht nur besser an als beispielsweise Krebskranker, sondern dann gibt es für Übernachtungen im Rahmen von Dienstreisen auch deutlich mehr Geld für Spesen. Während ein Patient, der für eine medizinische Untersuchung oder Behandlung von Ibiza, Formentera (oder Menorca) nach Palma reisen muss, von den Behörden 60 Euro für eine Hotel ausgezahlt bekommt, darf sich ein Politiker fern der Insel Mallorcas für 120 Euro aufs Ohr hauen, schreibt die Tageszeitung Diario de Ibiza. Bei der Abrechnung der Speisen ist die Ungleichheit gar noch höher. Müssen Patienten eine Nacht auf Mallorca bleiben, erhalten sie einen Essenszuschuss in Höhe von 30 Euro, für beide Tage. Ein Landtagsabgeordneter darf sich über 90 Euro freuen und damit ungleich fürstlicher speisen. Die Zeitung stellte diese Recherchen nicht zuletzt deshalb an, weil sich Patientenverbände in den vergangenen Tagen über die „lächerlich niedrigen“ Zuschüsse ausgelassen hatten. Es sei nahezu unmöglich, in Palma de Mallorca ein Hotel für 60 Euro zu finden, argumentierten sie. Die Krebshilfe Ibiza und Formentera, an deren Spitze die Britin Helen Watson steht, warf die rhetorische Frage in den Raum, die sich viele stellten: Warum glaubt die Landesregierung, dass ein Krebskranker nur die Hälfte dessen benötigt, das einem Landtagsabgeordnetem zusteht?
Gleichbehandlung herrscht allerdings bei Flügen und Fährreisen. In beiden Fällen erstattet die Landesregierung Landtagsabgeordneten und Patienten den vollen Tarif, unabhängig von dessen Höhe.

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