
Ein geplanter Flug der Gesellschaft Vueling von Sevilla nach Ibiza, der am Sonntag um 19:40 Uhr auf der Insel landen sollte, wurde laut Angaben der Airline wegen Wind nach Palma de Mallorca umgeleitet. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, beschreibt eine betroffene Passagierin, die auf Ibiza lebt und mit ihrem Baby reiste, die Situation als chaotisch und unmenschlich: „Wir waren im Landeanflug, als das Flugzeug plötzlich wieder abhob. Zehn Minuten später hieß es, wir würden nach Palma fliegen.“
Im Flughafen Son Sant Joan begann dann das eigentliche Problem: Zuerst wurde den Fluggästen gesagt, sie würden an Gate 86 weitere Informationen erhalten. Dort warteten sie mehr als eine Stunde ohne jegliche Erklärung oder Umbuchung. Sie konnten andere Flugzeuge starten und landen sehen, was Zweifel an der offiziellen Version aufkommen ließ.
Die Situation verschärfte sich, als das Bodenpersonal erklärte, es könne nicht weiterarbeiten, da die gesetzliche Arbeitszeit von elf Stunden bereits überschritten sei. Erst um 23 Uhr erhielten die Passagiere die Anweisung, sich für Hotel und neue Tickets anzustellen. „In all der Zeit bekamen wir weder Essen noch Wasser„, beklagt die Frau. „Alles war geschlossen. Man sagte uns, wir sollten kaufen, was wir können, und die Quittungen aufbewahren.“
Sie hatte Glück, ein wenig Brot und Babynahrung dabei zu haben, denn Lösungen wurden keine angeboten. Erst um 1:30 Uhr nachts kamen sie im Hotel an. Der neue Flug nach Ibiza war für 6:00 Uhr morgens angesetzt – mit einer fünfstündigen Zwischenlandung in Barcelona. Die geplante Ankunft auf Ibiza war um 13:35 Uhr, andere Passagiere sollten sogar erst gegen 17 Uhr eintreffen.
Zusätzliche Kritik übt dieselbe Passagierin am Umgang mit einer weiteren Reisenden im Rollstuhl. Aufgrund der späten Stunde stand offenbar kein Transportservice für mobilitätseingeschränkte Personen zur Verfügung, was deren Lage weiter verschlimmerte.










