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Parador de Ibiza präsentiert sich als lebendige Kunstgalerie

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Der Parador de Ibiza hat sich am gestrigen Donnerstagabend erneut der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach der offiziellen Eröffnung im Februar und den Tagen der offenen Tür Anfang März stand diesmal jedoch nicht das Hotel selbst im Mittelpunkt, sondern die umfangreiche Kunstsammlung des Hauses. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, möchte sich der Parador künftig nicht nur als Hotel, sondern auch als Kulturzentrum und Kunstgalerie positionieren. Unter dem Titel „Camino a la esencia“ (Weg zur Essenz) wurden Vertreter aus Kultur, Gastronomie, Medien und Gesellschaft zu einer Veranstaltung in die historische Festungsanlage von Dalt Vila eingeladen. Die Gäste erwarteten Führungen durch das Gebäude, ein Konzert der Sängerin Maria Coma sowie ein Empfang auf den Terrassen des Paradors. Die Organisatoren beschrieben den Abend als Reise zu den Wurzeln und zur Identität Ibizas.
Fachleute aus der Kunstabteilung von Paradores erläuterten den Gästen, warum bestimmte Werke aus dem Bestand von rund 10.000 Kunstwerken für Ibiza ausgewählt wurden. Der gemeinsame Nenner der ausgestellten Arbeiten ist das Mittelmeer. Die Werke sollen als Fenster zum Meer und als künstlerische Verbindung zwischen der Insel und ihrer Umgebung verstanden werden. Zu den auffälligsten Arbeiten zählt die farbenfrohe Installation „Terra incógnita“ von Nuria Mora. Große Aufmerksamkeit erhielten auch die aus Marmor gefertigten Eiscreme-Skulpturen von Joan Miquel Quiñones. Ebenfalls zu sehen sind Werke von María Treviño, deren hyperrealistische Malerei Besucher immer wieder überrascht. Die verschiedenen Installationen und Skulpturen verteilen sich über mehrere Räume des historischen Gebäudes.
Im ehemaligen Pulvermagazin des Castillo befinden sich weitere bedeutende Kunstwerke. Dort hängen unter anderem Arbeiten von Joan Miró aus der Serie „Quelques fleurs pour des amis“. Darüber hinaus sind Werke des spanischen Nationalpreisträgers Juan Uslé sowie des Künstlers David Magan zu sehen, dessen farbige Installation über dem historischen Mühlenbereich schwebt. Die Mischung aus historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst soll den besonderen Charakter des Hauses unterstreichen. Besonders hervorgehoben wurde das Werk „Lo que realmente importa“ (Was wirklich wichtig ist) von Diego Benítez. Das Gemälde zeigt einen verschwommenen Sonnenuntergang an der Küste Ibizas und wurde von den Kunstexperten als eines der Werke bezeichnet, das die Atmosphäre der Insel besonders gut einfängt. Daneben finden sich Arbeiten von Miler Lagos, Léo Caillard, Juan Escudero, Sito Mújica und Samuel Salcedo, die unterschiedliche Perspektiven und künstlerische Stilrichtungen repräsentieren.
Auch die Geschichte des Gebäudes spielte an diesem Abend eine wichtige Rolle. Die Präsidentin der staatlichen Hotelgruppe Paradores erinnerte daran, dass die Ursprünge des Bauwerks mehrere Jahrtausende zurückreichen. Das Hotel befindet sich innerhalb der historischen Festungsanlage von Dalt Vila und verbindet archäologisches Erbe mit modernem Komfort. Die Verbindung von Geschichte und Gegenwart sei eines der zentralen Merkmale des Projekts. Der Parador zählt zu den teuersten Unterkünften der Insel. Die Übernachtungspreise für ein Superior-Doppelzimmer lagen zum Zeitpunkt der Veranstaltung bei rund 464 Euro pro Nacht. Für den Tag der Sonnenfinsternis am 12. August werden je nach Zimmerkategorie sogar Preise zwischen 512 und 864 Euro aufgerufen.
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