
Trotz Regen und Kälte haben Hunderte Besucher am Samstag die zehnte Ausgabe der Fira des Gerret in Santa Eulària besucht. Die Veranstaltung musste zuvor wegen schlechten Wetters verschoben werden. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, konnten sich die Gäste dennoch durch zahlreiche Varianten des traditionellen ibizenkischen Fisches probieren.
Am Morgen wurden rund 1.200 Kilo Gerret im Hafen angelandet und anschließend an etwa 30 teilnehmende Restaurants und Stände verteilt. Organisiert wird die Veranstaltung von Peix Nostrum, einer Initiative der Fischerzunft von Ibiza und Sant Antoni. Wegen der Witterung konnten die geplanten Fritteusen nicht eingesetzt werden, weshalb der Fisch schließlich nur über dem Grill zubereitet wurde. Der Fang des Gerret war in diesem Jahr nicht einfach. Laut der Fischerzunft erschwerten schlechtes Wetter und ein Generationswechsel in der Fischerei die Vorbereitung.
Trotz der Bedingungen herrschte an vielen Ständen reger Betrieb. Besonders gefragt waren kreative Varianten wie Pad Thai mit Gerret oder Gerret-Röllchen des Restaurants Chiang Mai. Auch ungewöhnliche Kombinationen fanden Interesse, etwa ein Crepe mit Gerret, gefüllt mit Salat, Gurke und Zitronensauce. Neben den Fischgerichten boten Stände auch ibizenkische Desserts sowie Gebäck an. T
Für Atmosphäre sorgten Musikgruppen, traditionelle Tänze des Ball Pagès und Vorführungen der Fischerzunft. Auf dem Rathausplatz konnten Besucher außerdem traditionelle Llaüts, die klassischen Fischerboote der Insel, sowie historische Fanggeräte besichtigen.
Als der Regen im Laufe des Vormittags nachließ, füllte sich die Straße Sant Jaume zunehmend. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, verschiedene Gerichte zu probieren – manche entschieden sich sogar spontan gegen einen Restaurantbesuch und blieben stattdessen auf der gastronomischen Straßenmesse.












