
Auf der IV. Fira d’Agricultura Ecològica, der Messe für ökologischen Landbau am gestrigen Sonntag in Sant Llorenç ,haben Produzenten aus Ibiza und Formentera ihr Modell des ökologischen Anbaus verteidigt. Immer wieder stehen sie in der Kritik, weil ihre Produkte angeblich teurer seien als konventionelle Ware. Die Erzeuger halten dagegen: Das sei häufig ein Mythos, wie sie der Tageszeitung Diario de Ibiza gegenüber erklärten.
Josan Aguiló, Vizepräsident der Kooperative Agroeivissa und Mitglied der Apaeef, erklärt: Wer sich für ökologische Produkte entscheidet, wähle auch Gesundheit. Manche Artikel seien etwas teurer, etwa wenn Schädlingsdruck oder Ernteverluste den Aufwand erhöhen. Doch viele Preise seien im Vergleich zu importierter Ware gleich oder sogar günstiger.
Ähnlich äußert sich die Produzentin Fina Prats Cruz von Can Fontet. Oft seien Supermarktpreise für Gemüse höher als die der lokalen Bio-Bauern – nur werde dort weniger darauf geachtet. Auf Märkten hingegen gehe man oft automatisch von höheren Preisen aus.
Rund 30 Stände präsentierten auf der Messe ihre Produkte. Die Kooperative Agrícola Sant Antoni, die 2026 ihr 75-jähriges Bestehen feiert, unterstützt die ökologische Landwirtschaft mit Saatgut, Setzlingen, Zubehör und regionalen Erzeugnissen wie Johannisbrotmehl. Jeden Freitag findet von 9 bis 14 Uhr ihr Wochenmarkt nahe der Busstation von Sant Antoni statt.
Guillermo Schäfer, Waldarbeiter und Apaeef-Mitglied, hebt hervor, dass die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Agroforstwirtschaft gestiegen sei. Gleichzeitig bleibe die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen wie Wassermangel, Tomicus-Befall oder Prozessionsspinner nicht verschont.














