
Die Unternehmervereinigung Noches de Ibiza will ein eigenes Steuerungssystem für den Tourismus in Sant Antoni einführen. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza sollen damit Aktivitäten im Nachtleben besser überwacht und gezielt gesteuert werden, insbesondere im Bereich Freizeitangebote mit Musik im Freien. Vorgestellt wird der Vorschlag im Rahmen der Sitzung des Qualitätsprojekts Sicted 2026. Ziel sei es, Daten zu Lärm, Auslastung und möglichen Verstößen zu sammeln, um fundierte Entscheidungen für die Entwicklung des Ortes treffen zu können. Gleichzeitig soll das System helfen, gegen illegale Aktivitäten vorzugehen und die Einhaltung von Regeln effektiver zu kontrollieren.
Neben der technischen Lösung fordert die Vereinigung konkrete Maßnahmen zur Aufwertung des West End. Geplant sind unter anderem ein umfassender Reinigungsplan, bessere Beleuchtung sowie bauliche Verbesserungen wie neue Straßenbeläge und die Verlegung von Versorgungsleitungen unter die Erde. Darüber hinaus setzt sich die Organisation für mehr Begrünung und sogenannte Klimaräume ein, um die stark versiegelte Umgebung lebenswerter zu machen. Auch der Einsatz von Lärmschutz und die Reduzierung der Geräuschbelastung stehen im Fokus, da in den vergangenen Jahren mehrere Betriebe in der Gegend schließen mussten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kulturellen Wiederbelebung des Viertels. Vorgeschlagen werden Programme mit Live-Musik und kulturellen Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg, ergänzt durch Wettbewerbe für lokale Künstler, um die Identität des West End und von Sa Raval zu stärken. Zudem fordert Noches de Ibiza stärkere Marketingkampagnen sowie mehr Beteiligung von Unternehmern, Anwohnern und Besuchern. Auch Maßnahmen zur Vermeidung von Großveranstaltungen bei extremen Wetterlagen sind Teil der Vorschläge, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit des Tourismus langfristig zu sichern.











