
Auf einem Gelände zwischen dem alten Krankenhaus Can Misses und dem zweiten Stadtring von Ibiza wächst derzeit ein neues provisorisches Zeltlager. Nach den jüngsten Räumungen der Siedlungen in sa Joveria und Can Misses haben sich dort inzwischen zahlreiche Menschen niedergelassen, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Besonders brisant: Das Grundstück wurde von der Stadt Ibiza erst kürzlich umgewidmet, damit dort rund 200 Sozialwohnungen entstehen können. Laut dem Bericht standen dort bereits zuvor einzelne Hütten, doch in den vergangenen Tagen seien mindestens 20 neue Zelte zwischen Pinien, Johannisbrotbäumen und Wacholdersträuchern aufgebaut worden. Vor Ort seien deutliche Unterschiede zwischen älteren und neu errichteten Unterkünften zu erkennen. Während einige der alten Hütten bereits verwittert und von Müll umgeben seien, wirkten die neuen Zelte sauber und erst vor kurzer Zeit aufgebaut. Mehrere Bewohner hätten sich in Gruppen organisiert und kleine improvisierte Bereiche mit Stühlen, Kochutensilien und sogar Grillplätzen eingerichtet.
Mitarbeiter des balearischen Gesundheitsdienstes Ib-Salut bestätigten, dass sich in den vergangenen Tagen immer mehr Menschen auf dem Gelände niedergelassen hätten. Gleichzeitig laufen dort bereits Arbeiten zur Einzäunung des Areals. Geplant ist vorerst ein provisorischer Parkplatz. Ib-Salut prüft derzeit gemeinsam mit der Stadt Ibiza, wer rechtlich für eine mögliche Räumung zuständig ist. Gleichzeitig soll im Zaun ein Zugang offen bleiben, damit die Bewohner das Gelände weiterhin betreten können.















