
Ein ibizenkischer Unternehmer plant ein neues Parkkonzept, um das Verkehrschaos auf der Insel zu entschärfen. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza soll ein Valet-System eingeführt werden. Dabei übergeben die Kunden ihr Auto und werden per Shuttle-Service zu ihrem Ziel gebracht. Die Fahrzeuge werden auf einem externen Parkplatz abgestellt und bei Bedarf wieder zurückgebracht. Zum Einsatz kommen Elektro-Vans mit sieben Sitzplätzen, die bewusst nicht durch das Stadtzentrum fahren sollen. Das Projekt erfordert eine Investition von mehr als zwei Millionen Euro und soll mit rund hundert Mitarbeitern umgesetzt werden. Geplant sind mehrere Standorte in der Stadt, wobei der Hauptpunkt im Viertel es Pratet liegen soll. Die Fahrer treten in Uniform auf und das Angebot soll schrittweise auf die gesamte Insel ausgeweitet werden. Ziel der Initiative sei es, den Verkehr deutlich zu reduzieren und die Emissionen zu senken. Laut einer internen Studie verbringen Autofahrer in der Hochsaison zwischen 20 und 40 Minuten mit der Parkplatzsuche. Durch das System könnten täglich bis zu 1.000 Stunden unnötiger Fahrten entfallen.
Der Service soll rund um die Uhr verfügbar sein und etwa sechs Euro pro Stunde kosten. Der Pendelverkehr wird unabhängig von der Auslastung regelmäßig verkehren. Zusätzlich ist eine langfristige Verwahrung von Fahrzeugen vorgesehen, etwa für Inselbesucher oder Zweitwohnsitzbesitzer, die ihr Auto sicher abstellen möchten. Auch ein Einsatz bei öffentlichen Veranstaltungen der Gemeinden ist geplant. Im Austausch mit den Behörden setzt das Projekt auf eine Zusammenarbeit ohne öffentliche Finanzierung. Der Unternehmer betont, dass die Firma selbst für Betrieb, Technologie und Investitionen aufkommt, während die Verwaltung den rechtlichen Rahmen und die institutionelle Unterstützung liefern soll. Ziel sei eine Partnerschaft, von der beide Seiten profitieren.












