
Die geplante Neuordnung der gebührenpflichtigen Parkplätze in Ibiza-Stadt liegt vorerst auf Eis. Die Stadt hatte im Juni einen Auftrag im Wert von rund 10,6 Millionen Euro ausgeschrieben, der die Bewirtschaftung von insgesamt 6.256 Stellplätzen in neun Stadtgebieten neu regeln soll. Zwei Unternehmen legten jedoch Einspruch gegen die Ausschreibung ein. Daraufhin verfügte das zuständige zentrale Verwaltungsgericht für öffentliche Vergabeverfahren am 9. Juli die vorläufige Aussetzung des Verfahrens. Zwei Monate später ist nach Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza noch immer keine Entscheidung gefallen. Damit verzögert sich die geplante Parkraumreform auf unbestimmte Zeit.
Das neue System sieht grüne Parkplätze vor, die vorrangig Anwohnern vorbehalten sind, sowie blaue Stellplätze für Nicht-Anwohner. In Wohn-, Geschäfts- und Touristengebieten sollen mindestens 75 Prozent der Plätze grün sein, in den touristisch geprägten Ausgehvierteln mindestens 50 Prozent. Für Anwohner ist unter anderem eine Jahresgenehmigung für 75 Euro vorgesehen, mit der sie im Bereich ihres Wohnsitzes ohne weitere Gebühren parken können. Für Nicht-Anwohner sollen die Preise je nach Zone und Saison zwischen einem und zwei Euro pro Stunde liegen, nachts in bestimmten Bereichen bis zu 2,50 Euro. Besonders weitreichend ist die geplante Nachtregelung in den touristischen Ausgehzonen: Dort soll in der Sommersaison täglich von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr am folgenden Morgen bezahlt werden. Wann die neuen Parkgebühren tatsächlich eingeführt werden können, hängt nun vom Ausgang des Vergabeverfahrens ab.












