
Die balearische Regierung verschärft ihre Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung invasiver Schlangen auf Ibiza und Formentera. Ziel sei es, die endemische Pityusen-Eidechse vor dem weiteren Rückgang zu bewahren, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Fachleute sprechen inzwischen von einer sehr ernsten Lage, da die Schlangenpopulationen auf mehreren kleinen Inseln bereits zum Verschwinden der dortigen Eidechsen geführt haben. Große Teile der rund 1.900 Schlangenfallen werden künftig an die Westküste Ibizas verlegt, um die vorgelagerten kleinen Inseln besser zu schützen. Geplant sind unter anderem 114 Fallen auf 15 der Inseln, 180 weitere im Naturpark ses Salines sowie 85 Fallen im Bereich Cala d’Hort und Racó de sa Pedrera. Zusätzlich werden die Kontrollen in den Baumschulen verstärkt, da sich Schlangen häufig über den Transport von Zierpflanzen ausbreiten.
Parallel dazu hat die Regierung in Can Marines den ersten schlangensicheren Schutzraum für die Pityusen-Eidechse vorgestellt. Das rund 100 Quadratmeter große Areal ist mit speziellen Barrieren ausgestattet, die von Schlangen nicht überwunden werden können. Weitere Anlagen dieser Art sind bereits geplant. Die geschützten Bereiche sollen langfristig stabile Populationen sichern. Zudem läuft ein Zuchtprogramm außerhalb der Inseln. Mehrere Exemplare wurden bereits in den Zoo von Barcelona gebracht. Dort sollen sogenannte Reservepopulationen aufgebaut werden, um die genetische Vielfalt der Art zu erhalten. Allein in der vergangenen Saison wurden mehr als 4.400 invasive Schlangen auf den Pityusen eingefangen.











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