
In Portinatx (Sant Joan) wurde eine neue Funkantenne in Betrieb genommen, die die Sicherheits- und Notfallkoordination entlang der gesamten Nordküste deutlich verbessert, so die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Die Antenne wurde von der balearischen Agentur für Digitalisierung, Cybersicherheit und Telekommunikation (IB Digital) installiert und schafft erstmals eine stabile, einsatzkritische Funkabdeckung in einem Gebiet, das aufgrund seiner schwierigen Orografie und unzuverlässigen kommerziellen Signale seit Jahren als Problemzone gilt. Profitieren sollen vor allem Polizei, Feuerwehr, Ibanat, Guardia Civil del Mar, Salvamento Marítimo, der Rettungsdienst 061 und das Notrufzentrum 112. Nach Angaben des ibizenkischen Vizepräsidenten und Ressortchefs Antoni Costa ist Portinatx „ein herausforderndes Umfeld mit Meer, Klippen und starken Besucherzahlen“. Die neue Anlage soll ermöglichen, dass Einsatzteams „sich in Sekunden abstimmen und wie eine Einheit arbeiten“. Das Projekt ist Teil eines Inselplans, der die Zahl der betriebsbereiten Stationen von derzeit sieben auf 21 Antennen erhöhen soll – mit einer angestrebten Abdeckung von rund 90 % der Insel und einer Investition von 13 Millionen Euro, kofinanziert durch EU‑Mittel (FEDER).
Die neue Infrastruktur soll besonders kritische Bereiche stabil abdecken, darunter:
- Rettungseinsätze an Klippen und Buchten, die ohne verlässliche Funkverbindung oft Minuten verlieren
- Wanderwege rund um den Leuchtturm Es Moscarter, die bislang Funklöcher aufwiesen
- Waldbrandprävention durch bessere Koordination des Ibanat
- Sommerbetrieb an Stränden mit priorisierten Gruppenanrufen, wenn mehrere Notlagen gleichzeitig auftreten
Der Generaldirektor für Notfälle, Pablo Gárriz, betont, dass die neue Station entscheidende Minuten bei Such- und Rettungseinsätzen einsparen könne. Die Antenne arbeitet mit den Funktionen einer einsatzkritischen TetraIB‑Netzstruktur: verschlüsselte Kommunikation, sofortige Gruppenverbindung, direkter Modus zwischen Endgeräten und hohe Ausfallsicherheit – selbst bei Überlastungen kommerzieller Netze. Weil IB Digital den Dienst zentral betreibt, entfallen parallele kommunale Netze, was Kosten senkt und die Zusammenarbeit von Polizei, Rettungskräften und anderen Diensten erleichtert. „Unser Ziel ist es, Komplexität herauszunehmen und eine einheitliche, professionelle Infrastruktur bereitzustellen“, so IB‑Digital‑Chef Miquel Cardona.
Damit setze Ibiza einen weiteren Baustein für eine moderne Sicherheitsarchitektur, von der Bewohnerinnen, Bewohner und Besucher gleichermaßen profitieren, so die Tageszeitung..













