
Ned Irving, Sohn des Schriftstellers Clifford Irving und der Künstlerin Edith Sommer, feiert am 21. April sein künstlerisches Debüt auf Ibiza. Mit der Fotoreihe „Under The Surface“ präsentiert er erstmals seine Arbeiten öffentlich.
Der 1968 in Barcelona geborene Künstler, auch als Nedsky bekann, begann bereits im Alter von 16 Jahren mit der Fotografie. Seine erste Kamera erhielt er von seinem Vater Clifford Irving, dem Autor des Buches „Fake!“, einer Biografie über den berühmten Kunstfälscher Elmyr de Hory. Clifford Irving wurde zudem international bekannt durch die gefälschte Autobiografie des US-Milliardärs Howard Hughes.
Ibiza empfindet Irving als seine Heimat, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Seine Arbeiten sind ind unter anderem von impressionistischer Malerei und dem Werk von Gerhard Richter beeinflusst.
Der Künstler arbeitete über Jahrzehnte hauptberuflich als Sprecher für internationale Unternehmen wie Mercedes, Siemens oder Lufthansa. Erst in den vergangenen anderthalb Jahren, so erklärt er, habe der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu einem Rückgang der Aufträge geführt. Dies habe ihn dazu bewegt, seine fotografische Arbeit als möglichen Plan B ernsthaft voranzutreiben. Den entscheidenden Anstoß erhielt er durch den Berliner Kurator Christian Kneisel, den er Anfang 2025 in Sant Carles traf. Nach Sichtung seiner Arbeiten habe dieser erklärt, er habe in fast 40 Jahren Berufserfahrung nichts Vergleichbares gesehen. Diese Einschätzung motivierte Irving, gezielt nach Ausstellungsmöglichkeiten auf Ibiza zu suchen, bis schließlich der Kontakt zur Olas Gallery zustande kam.
Die Ausstellung umfasst sechs Fotografien, die alle im vergangenen Jahr auf Ibiza entstanden sind, unter anderem in Santa Eulària, Cala Mestella und ses Salines. Im Zentrum steht das Meer der Insel als zentrales Motiv. Irving beschäftigt sich dabei intensiv mit den Effekten von Licht und Wind auf der Wasseroberfläche und den darunterliegenden Strukturen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Realität und Abstraktion und entstehen häufig erst nach langen Wartezeiten, um den perfekten Moment einzufangen. Durch Mehrfachbelichtungen und überlagerte Perspektiven entstehen fließende Kompositionen, die laut Kuratorin eher an Malerei als an klassische Fotografie erinnern.
Die Ausstellung „Under The Surface“ ist bis zum 23. Mai in der Olas Gallery zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Samstag jeweils von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 20 Uhr.















