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Naturpark Ibiza und Formentera: Üble Gerüche durch verstopften Kanal 

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Luftbild des Meerwasserkanals ins Innere von s’Estany Pudent / Foto: Gerardo Ferrero, Diario de Ibiza

Nach den aufeinanderfolgenden Winterstürmen in den Pityusen haben sich große Mengen abgestorbener Posidonia sowie weitere Rückstände im Kanal angesammelt, der das Meer mit s’Estany Pudent verbindet. Dadurch ist der Wasseraustausch über sa Séquia derzeit blockiert. Anwohner und Besucher berichten von unangenehmen Gerüchen und einer starken Mückenvermehrung. Zudem wird ein mögliches Risiko für die dort lebende Meeres- und Vogelwelt in dem ökologisch sensiblen Gebiet befürchtet, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet.

David Calzada, Präsident der Gesellschaft, erklärt, dass es sich um ein Phänomen handle, das regelmäßig in den Monaten Februar und März auftrete. Die Nordwinde transportierten die jährlichen Blattabwürfe der Posidonia-Seegraswiesen an die Küste. Dabei würden komplette Pflanzenscheiden zusammen mit Sand vom Meeresboden bewegt und bildeten sogenannte vegetative Barrieren. Ohne die heutige Schleusenanlage würden diese Massen mit großer Kraft in das Innere von s’Estany Pudent gelangen. Calzada erinnert daran, dass sich vor Installation der aktuellen Konstruktion regelmäßig große Sanddeltas am Eingang von sa Séquia gebildet hätten, nachdem die ursprüngliche Steinschleuse Ende der 1980er Jahre bei Reinigungsarbeiten entfernt worden war.

Zur aktuellen Lage betont er, dass Märztiefs üblicherweise die angesammelten Reste wieder abtrügen. Vorrang habe deshalb, die natürlichen Zyklen zu respektieren und nur einzugreifen, falls diese Selbstregulierung ausbleibe. Auch die balearische Regierung teilt diese Einschätzung. Ein Mitarbeiter des Naturparks ses Salines de Ibiza y Formentera habe das Gebiet überprüft und festgestellt, dass das Wasser auf beiden Seiten des Kanals klar und in einwandfreiem Zustand sei. Nach Angaben der zuständigen Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt gebe es derzeit keine Beeinträchtigung von Fischen oder Vögeln, weshalb eine sofortige Entfernung der Posidonia nicht als dringlich angesehen werde. Die Zone werde weiterhin kontrolliert, um gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt über eine manuelle Beseitigung der Ablagerungen zu entscheiden. Laut David Calzada hätten sich Vertreter von Posidonia S.A., der balearischen Regierung und des Inselrats von Formentera darauf verständigt, bis Ende März abzuwarten, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werde.

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