Zum Ausklang der diesjährigen Partysaison rechnen die großen Clubs auf Ibiza offenbar noch einmal mit einem beträchtlichen Besucheransturm. Nach Angaben des Branchenverbands Asociación Ocio de Ibiza (AOI) werden zwischen dem 11. und 14. Oktober rund 25.000 Menschen zu den traditionellen Closing Partys erwartet. Etliche Veranstaltungen seien bereits ausverkauft, hieß es in einer Meldung der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
AOI-Geschäftsführer José Luis Benítez zog am Sonntag einen positive Bilanz des Sommers 2024. „Die Saison ist sehr positiv verlaufen“.“ Überdies trage die Verlängerung der Öffnungszeiten der Clubs dazu bei, das Ende der Urlaubersaison weiter in den Herbst hinein zu verschieben. Gänzlich wolkenlos seien die Aussichten für die kommenden Jahre aber nicht, so Benítez.
Insbesondere die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt bereite Beschäftigten der Branche Kopfzerbrechen, sagte Benítez. Der Wohnungsmangel werde durch illegale touristische Vermietungen noch verschärft. „Dadurch wird das Leben sowohl für Einheimische als auch für auswärtige Arbeitnehmer zunehmend erschwert“, so der AOI-Chef.
Auch zum Thema Massentourismus nahm Benítez gegenüber der Lokalzeitung Stellung. Und verwies darauf, dass der Tourismus nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle der Insel sei. „Ein kompletter Modellwechsel erscheint mir unrealistisch, aber Verbesserungen sind durchaus möglich“, so der AOI-Geschäftsführer.
Mit Blick auf das Jahr 2025 sprach sich der Branchenvertreter für die Einführung eines Moratoriums für weitere Diskotheken aus. Zudem kündigte er die Eröffnung des Clubs UNVRS in den Räumlichkeiten des ehemaligen Privilege an. In Planung sei zudem ein Revival der Kult-Diskothek KU Ibiza unter der Leitung von Santiago Llorens, dem ehemaligen Direktor des Pacha in Madrid und Barcelona.