
Mit gerade einmal fünf Jahren hat sich die Hündin Boira, eine Mischung aus deutschem Schäferhund und vermutlich Border Collie, einen ungewöhnlichen Ruf erarbeitet: Sie gilt als der Schrecken der Schlangen auf Ibiza. Aufgewachsen in Can Daifa, einer traditionellen Finca in Sant Mateu, hat sie in den vergangenen drei Jahren bereits mehr als 70 Schlangen erlegt, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet.
Ihr Besitzer Tomás erinnert sich, dass Boira anfangs keineswegs eine Jägerin war: „Zu Beginn hatte sie große Angst und wich zurück, sobald sie eine Schlange sah.“ Im Juni 2022 begann er, ihr Jagdverhalten gezielt zu trainieren. Zunächst mit toten Tieren, die noch Muskelreflexe zeigten, bis sie schließlich am 16. Juni 2022 ihre erste lebende Schlange fing. „Vom ersten Interesse bis zum ersten Fang vergingen nur 13 Tage“, erzählt Tomás.
Seitdem hat sich Boira zu einer wahren Expertin entwickelt. Sie greift die Schlangen stets von hinten an, schüttelt sie kräftig und macht sie damit unschädlich. Gelegentliche Bissverletzungen blieben dabei nicht aus, doch laut Tierarzt bestehe kein ernstes Risiko – abgesehen von möglichen Infektionen. Inzwischen erlegt Boira die meisten Schlangen bei den aufgestellten Fallen, hin und wieder auch frei im Feld.
Neben ihrer Rolle als Schlangenjägerin unterstützt die Hündin auch bei der Tierhaltung auf der Finca, etwa beim Hüten der Hühner. Andere Tiere attackiere sie jedoch nicht, denn, so erklärt Tomás, „Schlangen verströmen einen ganz speziellen Geruch, den sie sofort erkennt.“
Bisher sind offizielle Projekte zum Einsatz von Hunden für diese Aufgabe gescheitert,aber Boira beweist Tag für Tag, dass es möglich ist, so die Tageszeitung.










