
Ibiza setzt bei der Verkehrslenkung künftig stärker auf digitale Helfer wie Google Maps und Waze. Ziel sei es, Autofahrer gezielt zu freien Parkplätzen außerhalb des Stadtzentrums zu leiten und die Verkehrsbelastung in der Innenstadt zu reduzieren. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza hat die Stadtverwaltung dafür in den vergangenen Monaten ihre Daten in beiden Plattformen umfassend erweitert und aktualisiert. Neu eingetragen wurden sämtliche sogenannten Park-and-Ride-Parkplätze der Stadt. Nutzer sollen diese einfacher finden können, wenn sie nach Begriffen wie „Parkplatz“ oder „Parking“ suchen. Laut Rathaus wurden die neu angelegten Standorte bereits rund 2,5 Millionen Mal aufgerufen. Die Stadt sieht darin einen Hinweis darauf, wie stark Einheimische und Touristen inzwischen auf Navigationsdienste setzen.
Zusätzlich wurden auch Verkehrsbeschränkungen in den Bereichen La Marina und Dalt Vila in Google Maps und Waze integriert. Dadurch sollen Autofahrer nicht mehr versehentlich durch gesperrte oder eingeschränkt zugängliche Zonen geleitet werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll dies sowohl die historischen Viertel schützen als auch unnötigen Verkehr vermeiden. Mobilitätsdezernent Rubén Sousa erklärte, moderne Verkehrsplanung hänge heute nicht mehr nur von neuer Infrastruktur ab, sondern auch von intelligenter Information und der Anpassung an das tatsächliche Verhalten der Nutzer. Die Stadt wolle erreichen, dass Fahrer bereits vor der Einfahrt ins Zentrum alternative Abstellflächen angezeigt bekommen. Die Maßnahmen sind Teil eines größeren Mobilitätsprogramms der Stadt Ibiza. Dazu gehören unter anderem neue Tempo-30-Zonen, zusätzliche Radar-Anlagen, Änderungen bei Ladezonen sowie ein umfangreicher Straßenausbau mit mehr als 60 erneuerten Straßen und Investitionen von über 4,5 Millionen Euro.















