
Das Kulturzentrum Can Jeroni in Sant Josep eröffnete am Freitag, 6. Februar 2026, um 19 Uhr die Ausstellung „Anys vuitanta. L’Eivissa que desapareixia“. (Die Achtziger Jahre. Das Ibiza, das verschwand). Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza schreibt, lädt die Schau zu einer Reise in die ländliche und alltägliche Ibiza der 1980er-Jahre ein – in eine Zeit kurz vor den tiefgreifenden Veränderungen, die die Insel nachhaltig prägen sollten.
Gezeigt werden 60 Fotografien in Schwarzweiß und Farbe des deutschen Fotografen Wolfgang Löffler aus dem Bestand des Arxiu d’Imatge i So des Consell de Ibiza. Seine Bilder dokumentieren bäuerliches Leben, traditionelle Handwerksberufe, unberührte Landschaften und die Gesichter einer Insel, die damals noch stark von Einfachheit und Nähe geprägt war. „Am Anfang war ich ein Tourist wie viele andere und besuchte meine Familie. Mir gefiel die Landschaft so sehr, dass ich begann, sie zu fotografieren“, erzählte Löffler bei der Präsentation der Ausstellung im vergangenen Juli in sa Nostra Sala. Anfangs hätten sich viele Bäuerinnen nicht fotografieren lassen wollen und sich versteckt, doch mit der Zeit sei die Kamera für sie zur Nebensache geworden. Die Kulturdezernentin Sara Ramon betonte bei der damaligen Eröffnung, die Ausstellung vermittle eine authentische und intime Sicht auf eine Ibiza im Wandel, fernab von Klischees und mit einem sensiblen Blick auf das ländliche Wesen der Insel.
Wolfgang Löffler, geboren 1952 in Pforzheim, ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Fotograf und arbeitete in den 1980er-Jahren international als Fotojournalist und freier Journalist. Trotz seiner weltweiten Tätigkeit richtete er seinen Fokus immer wieder auf Ibiza, wo seine Schwester Ingrid lebte und wo er nach eigenen Worten eine Lebensform mit außergewöhnlicher menschlicher und landschaftlicher Kraft vorfand. Die Ausstellung versteht sich als nostalgischer und zugleich dokumentarischer Rundgang, der Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, Ibiza vor der urbanen und touristischen Transformation kennenzulernen – festgehalten durch den feinfühligen Blick eines ausländischen Fotografen, der der Insel auf besondere Weise nahekam.
Die Ausstellung ist bis Sonntag, 22. Februar, geöffnet. Die Öffnungszeiten sind mittwochs bis sonntags von 10.30 bis 13.30 Uhr sowie donnerstags bis samstags von 18 bis 21 Uhr.
—>HIER<— sind Fotos aus der Ausstellung zu sehen.











