
Mit Beginn der Saison verschärft sich die Wohnungskrise auf Ibiza erneut drastisch. Wie ein Blick auf die Immobilienplattformen zeigt, verlangen einige Vermieter inzwischen extreme Preise – nicht nur für Wohnungen, sondern sogar für einzelne Zimmer, die für normale Arbeitnehmer kaum noch bezahlbar sind.
So berichtet die Tageszeitung Diario de Ibiza von einem besonders drastischen Beispiel: Für ein Zimmer in einer 80 Quadratmeter großen Wohnung in der Avenida Vuit d’agost werden im Sommer bis zu 3.500 Euro monatlich verlangt. Für Juli und August summiert sich der Betrag auf 7.000 Euro. Hinzu kommen Vorauszahlungen und Kaution, sodass Mieter insgesamt bis zu 14.000 Euro aufbringen müssen. Rabatte sind laut Anbieter ausgeschlossen.
Auch in Sant Antoni zeigt sich die angespannte Lage. In einem Gebäude in der Calle Holanda werden mehrere Zimmer für jeweils 1.250 Euro im Monat angeboten. Die Wohnungen sind zwar groß, aber ohne besonderen Luxus. Dennoch erzielen Vermieter hohe Einnahmen, da viele Saisonkräfte dringend eine Unterkunft suchen.
In einer anderen Anzeige heißt es wörtlich, es werde ein Doppelzimmer mit zwei 90-Zentimeter-Betten in einer renovierten 230-Quadratmeter-Wohnung vermietet. Diese verfüge über drei große Doppelzimmer, ein geräumiges Einzelzimmer, eine voll ausgestattete separate Küche, ein großes Wohn- und Esszimmer, zwei komplette Badezimmer sowie eine überdachte Terrasse von 50 Quadratmetern und eine weitere Sonnenterrasse von 70 Quadratmetern. Das Zimmer sei sofort verfügbar, der Vertrag laufe bis Oktober oder November. Zusätzlich zur Monatsmiete von 1.250 Euro werden etwa 100 Euro für Strom und Wasser berechnet. Vor Einzug sind eine Monatsmiete sowie zwei Monatsmieten Kaution zu zahlen.
Auffällig ist zudem, dass verschiedene Anzeigen offenbar dieselbe Wohnung zeigen, obwohl sie als unterschiedliche Angebote dargestellt werden. Die Bedingungen sind streng: Interessenten müssen Einkommen nachweisen, sich in einer bestimmten Altersgruppe bewegen und dürfen weder rauchen noch Haustiere halten. Zusätzlich fallen Nebenkosten an, und oft sind mehrere Monatsmieten im Voraus zu zahlen. Selbst kleinere Zimmer kosten bis zu 850 Euro monatlich. Die Situation verdeutlicht, wie angespannt der Wohnungsmarkt auf der Insel während der Saison bleibt und wie sehr sich die Lage für Arbeitnehmer zuspitzt, so die Tageszeitung















