
Die spanische Nationalpolizei hat gemeinsam mit der italienischen Polizei und Europol mehrere kriminelle Gruppen zerschlagen, die auf den Raub von Luxusuhren spezialisiert waren und auch auf Ibiza aktiv gewesen sein sollen. Bei einer groß angelegten Operation in Neapel wurden insgesamt zwölf Verdächtige festgenommen. Fünf der Festgenommenen sollen direkt an Überfällen auf Ibiza beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungen richteten sich gegen sogenannte „Paranzas“, kriminelle Gruppen aus Neapel, die gezielt wohlhabende Touristen in beliebten Ferienorten wie Ibiza, Marbella, Barcelona, Málaga oder Palma ausgespäht haben sollen. Nach Angaben der Polizei reisten die Täter mit gefälschten Dokumenten nach Spanien, nutzten Mietwagen oder aus Italien mitgebrachte Fahrzeuge und organisierten ihre Einsätze genau geplant. Die Banden suchten ihre Opfer laut den Ermittlern gezielt an Orten mit viel Luxustourismus aus — etwa vor Hotels, Restaurants, Strandclubs oder in exklusiven Einkaufszonen. Nach längerer Beobachtung schlugen die Täter meist plötzlich und gewaltsam zu, rissen ihren Opfern die hochwertigen Uhren vom Handgelenk und flüchteten oft auf Motorrollern oder Motorrädern. Anschließend wurden die gestohlenen Uhren laut der Tageszeitung Diario de Ibiza über internationale Kanäle außer Landes gebracht und weiterverkauft. Die Ermittler sprechen inzwischen von einem europaweiten Kriminalitätsphänomen, das durch die stark gestiegenen Preise für Luxusuhren zusätzlich angeheizt werde. Die Nationalpolizei betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit zwischen den europäischen Behörden. Nur durch koordinierte Ermittlungen über Ländergrenzen















