
Die Bekämpfung invasiver Schlangenarten wird auf Ibiza verstärkt. Die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, dass die Balearen-Regierung die das Hafenpersonal dahingehend ausbildet, das Risiko einer Einschleppung dieser Tiere zu verringern. In Schulungen, die vom Consorcio para la Recuperación de la Fauna de las Islas Baleares (Cofib) durchgeführt wurden, erhielten die Beamten der Hafenpolizei praktische Werkzeuge, um Bäume nach Vorschrift zu kontrollieren, mögliche Spuren von Schlangen in Transportgütern zu erkennen und die durch das Dekret 1/2023 festgelegten Zeiträume und Ausnahmen zur Schutzregelung der endemischen Eidechsenarten Podarcis pityusensis und Podarcis lilfordi zu kennen.
Landwirtschaftsminister Joan Simonet betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Hafenbehörde entscheidend sei: „Diese Fortbildungen sind wichtig, damit das Personal vor Ort in der Lage ist, die Einschleppung invasiver Arten rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern.“ Die Schulungen fanden auf allen Inseln statt – darunter auch am 4. September in Ibiza.
Die Regierung erinnert daran, dass am 15. Oktober der zweite Zeitraum für die Einfuhr von Oliven- und Johannisbrotbäume sowie Steineichen mit einem Umfang von mehr als 40 Zentimetern endet. Außerhalb der erlaubten Zeiträume (1. April bis 15. Juni und 15. September bis 15. Oktober) ist die Einfuhr dieser Bäume grundsätzlich verboten und nur mit Ausnahmegenehmigung und unter Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen möglich.
Die Generaldirektorin Anna Torres ergänzte, dass Gärtnereien und Händler verpflichtet sind, zwischen dem 1. April und dem 30. Oktober Schlangenfallen aufzustellen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Im Sommer kontrollierten Umweltbeamte die Einhaltung dieser Vorschriften.
Die Regierung hat im Rahmen ihrer Gesamtstrategie 2,5 Millionen Euro investiert – fast das Dreifache im Vergleich zu den Jahren 2020 bis 2023. Mit dem Geld wurden über 2.600 Fallen aufgestellt, 35 % mehr als 2024, sowie zusätzliches Fachpersonal beim Cofib eingestellt. Ziel ist es, die Bedrohung für die einheimischen Eidechsenarten einzudämmen.
Darüber hinaus wurden 18 urbane Schutzgebiete für die Pitiusen-Eidechse eingerichtet und gemeinsam mit dem Zoo von Barcelona Projekte für die Erhaltung außerhalb des natürlichen Lebensraums gestartet. In öffentlichen Fincas wie Can Marines und sa Coma sollen zudem sichere Rückzugsorte für gezüchtete Eidechsen entstehen.
Erstmals bleiben viele Fallen auch nach dem Sommer aktiv – sowohl auf den Hauptinseln als auch auf den kleineren Eilanden. Außerdem wurden die Kontrollen auf den Inselchen mit einem eigenen Boot verstärkt, um eine mögliche Ausbreitung von Schlangen frühzeitig zu erkennen.












