
In Ibiza tritt eine neue Maßnahme in Kraft, die laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera den Schutz der Frauen verbessern soll. Öffentliche Busse dürfen nachts künftig dort anhalten, wo die Fahrgäste es wünschen, auch wenn es keine offizielle Haltestelle ist. Der zuständige Mobilitätsbeauftragte Rubén Sousa betont, dass dieses System der sogenannten „paradas violetas“ bereits in anderen spanischen Städten erfolgreich eingeführt wurde.
Sousa stellt klar, dass diese Entscheidung keine Zunahme von Unsicherheit in der Inselhauptstadt widerspiegelt. Vielmehr wolle man kontinuierlich ein besseres Angebot im öffentlichen Verkehr schaffen.Zusätzlich sollen neue Busse stärker auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet sein. So wird es beispielsweise Piktogramme für Menschen mit kognitiven Einschränkungen geben, während Personen mit Sehbehinderungen über QR‑Codes Informationen abrufen können.
Außerdem plant das Rathaus eine umfassende Umbenennung der Haltestellen Viele davon tragen derzeit kommerzielle Namen, was auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2021 zwischen dem Consell de Ibiza und dem Ayuntamiento zurückgeht. Künftig sollen die Haltestellen stattdessen die Namen der Viertel oder historischer Bezugspunkte tragen. Nur wenige touristisch relevante Haltestellen behalten Ausnahmebezeichnungen.
„Wir haben Haltestellen, die nach Bars oder Diskotheken benannt sind – bis hin zu einer McDonald’s‑Haltestelle. Das möchten wir ändern“, erklärt Sousa. Einige Ausnahmen bleiben dennoch bestehen, etwa die Haltestelle Vuit d’Agost, die weiterhin auch den Zusatz Pachá erhält.













