
Der Stadtrat von Ibiza (Vila) hat insgesamt 561 Gegenstände, die in den vergangenen zwei Jahren niemand abgeholt hat, an die Hilfsorganisation Cáritas Ibiza übergeben. Dabei handele es sich überwiegend um Rucksäcke, Taschen und Portemonnaies, aber auch um Spielzeug, Kleidung, Bücher, Koffer und einzelne Kuriositäten wie Kinderwagen oder eine Drohne.
Cáritas‑Präsident Joan Torres sprach bei der Übergabe einer willkommenen Unterstützung: „Wenn wir sie nicht direkt an unsere Nutzer weitergeben, nutzen wir sie in unseren Läden, um Einnahmen für dieselben Menschen zu erzielen.“ Gleichzeitig verwies er auf die angespannte Finanzlage der Organisation, die seit rund anderthalb Jahren ein Obdachlosenheim betreibt und derzeit keine eigenen Einnahmen erziele. Auch Bürgermeister Rafael Triguero zeigte sich laut der Tageszeitung Diario de Ibiza zufrieden: Zum ersten Mal übergebe die Stadt zusammen mit der Policía Local solche Fundsachen an eine soziale Einrichtung. Das Projekt soll künftig jährlich wiederholt werden. Gegenstände, die zwei Jahre lang nicht abgeholt wurden, würden dann automatisch Cáritas zur Verfügung gestellt. Für das kommende Jahr rechnet das Rathaus bereits mit weiteren 500 Objekten.
Eine separate Verwertung ist für Fahrräder und E‑Scooter geplant: Sie stellen den Großteil der Fundsachen bei der Polizei dar, gehen jedoch über eine weitere Organisation an Bedürftige – etwa in Marokko oder andere Regionen. Damit könnten verwaiste Zweiräder „eine zweite Chance“ erhalten. Die Stadt lobte zudem die organisatorische Arbeit der Polizeiwache, die die Funde sortiert und katalogisiert hat.














