
Im Museum für zeitgenössische Kunst in Eivissa (MACE) ruht sich seit Freitag ein womöglich echter Picasso aus. Das 1996 mit Farbkreide entstandene Kunstwerk steht seit Juli im Zentrum von Ermittlungen, die klären sollen, ob Trois Personnages tatsächlich aus der Hand des berühmten spanischen Künstlers stammt. Sollte dies der Fall sein, so die Tageszeitung Diario de Ibiza, käme auf den Besitzer des Gemäldes, einem 64-jährigen mexikanischen Geschäftsmann, möglicherweise eine saftige Geldstrafe zu. Denn der Urlauber war Anfang Juli mit dem Gemälde im Gepäck auf Ibiza eingereist, ohne es gegenüber dem Zoll zu deklarieren.
Im Rahmen einer Routinekontrolle waren Polizeibeamte am Flughafen auf das zusammengerollte Werk gestoßen. Der Besitzer behauptete daraufhin, das Gemälde sei eine Fälschung und legte zum Beweis eine Rechnung über 1450 Euro vor, deren Ausstellungsdatum allerdings in der Zukunft lag. Die Beamten entschieden sich daraufhin für eine gründliche Durchsuchung des Gepäcks. Dabei entdeckten sie eine von einer Zürcher Galerie ausgestellte Rechnung über 450 000 Schweizer Franken, die mutmaßlich für ebenjenes Gemälde bezahlt wurde. Die Direktorin des Museums, Elena Ruiz, schloss gegenüber der Zeitung nicht aus, dass das Gemälde das Original sei. Das endgültige Gutachten der Experten lässt allerdings noch auf sich warten.
Zu sehen ist Trois Personnages im 2. Stock des MACE, von Dienstag bis Freitag 10 bis 16.30 Uhr, sowie an Wochenenden von 10 bis 14 Uhr.










