
Angesichts der Luftraumsperrungen im Nahen Osten zeichnen sich für Reisende aus den Balearen erste alternative Rückflugmöglichkeiten ab. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, arbeiten Fluggesellschaften derzeit an neuen Korridoren, um trotz der angespannten Sicherheitslage Verbindungen aufrechtzuerhalten. Die Vereinigung der Reisebüros der Balearen (AVIBA) warnt jedoch, dass sich die Lage „stündlich“ ändere. Besonders betroffen seien Fluggesellschaften, die über die großen Drehkreuze in Katar, Dubai und Abu Dhabi operieren. Diese Hubs bündeln einen erheblichen Teil des Verkehrs zwischen Nahost, Asien und Ozeanien und leiden unter temporären Routenschließungen.
Nach Angaben von AVIBA haben Airlines, die nicht ausschließlich auf diese Drehkreuze angewiesen sind, bereits Umleitungsrouten eingerichtet. Dazu zählen Strecken südlich von Russland über den Kaukasus, mit Passagen über das Schwarze Meer, Georgien, Aserbaidschan und das Kaspische Meer. Auch Routen über den Süden Ägyptens entlang des Roten Meeres sowie über Oman würden geprüft. Sämtliche Anpassungen erfolgten unter erhöhter Vorsicht mit Blick auf die angespannte Situation in Regionen nahe Pakistan und Afghanistan. AVIBA-Präsident Pedro Fiol appelliert an Reisende, Ruhe zu bewahren Hunderte Einwohner der Balearen befinden sich derzeit in verschiedenen Teilen Asiens oder in Ländern nahe der Konfliktzone und warten auf Rückflüge oder neue Anschlussverbindungen. Priorität hätten laut Verband jene Passagiere, deren Rückreise unmittelbar anstehe. Gleichzeitig weist AVIBA darauf hin, dass die Hotlines vieler Airlines überlastet seien und bittet um Geduld. Darüber hinaus fordert der Verband von der Zentralregierung sowie von Konsulaten und diplomatischen Vertretungen klare, transparente und zugängliche Informationen, damit sich betroffene Reisende – sowohl in unmittelbarer Nähe der Konfliktregion als auch in anderen Teilen Asiens und Ozeaniens – verlässlich orientieren können.












