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Lastwagen-Blockade auf dem Festland: Versorgung auf Ibiza und Formentera bislang nicht betroffen

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Landwirte und Viehzüchter blockieren die Autobahn mit Traktoren und Strohballen | Foto: Europa Press – Glòria Sánchez, Periódico de Ibiza y Formentera

Die aktuellen Proteste von Landwirten und Viehzüchtern gegen das Abkommen zwischen der EU und Mercosur*  haben bislang keine Auswirkungen auf die Versorgungslage auf Ibiza und Formentera. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera seien weder die großen Supermarktketten noch die Transportunternehmen auf den Inseln derzeit von Engpässen betroffen. 40.000 Lastwagenfahrer auf dem spanischen Festland blockiert sind. Nach Angaben der Nationalen Föderation der spanischen Transportverbände (Fenadismer) leiden vor allem Transportunternehmen mit internationalen Routen unter den anhaltenden Blockaden. Durch Straßensperren auf wichtigen Verkehrsachsen sowie auf zentralen nationalen Verbindungsstraßen werde der reguläre Warenverkehr erheblich behindert. Antonio Moya, Geschäftsführer der Supermarktkette Eroski auf Ibiza und Formentera, bestätigte gegenüber dieser Zeitung, dass es in seinen Filialen bislang keine Zwischenfälle gegeben habe. „Die letzten Probleme, die wir hatten, waren auf Unwetter zurückzuführen“, erklärte er. Da Eroski über ein eigenes Lager auf Ibiza verfüge und der Konsum nach den Feiertagen derzeit rückläufig sei, bestehe aktuell kein Versorgungsrisiko. Auch bei Mercadona wurden am Montag keine Auffälligkeiten oder Lieferprobleme infolge der Proteste festgestellt.

José Raya, Präsident der Transportbranche auf den Pityusen, erklärte ebenfalls, dass unter anderem Blumen und Pflanzen aus den Niederlanden planmäßig auf Ibiza angekommen seien. Ob einzelne Fahrer alternative Routen genutzt hätten, sei unklar, jedoch sei die Ware ohne Verzögerung geliefert worden. Ihm seien bislang keine Beschwerden von Fahrern im Zusammenhang mit den europaweiten Blockaden gemeldet worden.  Auch der Verband der Hersteller und Händler forderte, dass die Proteste gegen das EU‑Mercosur‑Abkommen nicht zur Lahmlegung des Waren- und Personenverkehrs führen dürften. In einer Stellungnahme betonte der Verband, Proteste müssten mit der freien Zirkulation vereinbar bleiben. Die aktuellen Blockaden hätten einen relevanten wirtschaftlichen Einfluss und gefährdeten die Effizienz der Lieferketten – insbesondere in einer Phase, in der Unternehmen nach der Weihnachtszeit ihre Lagerbestände wieder auffüllen und mit sehr engen logistischen Spielräumen arbeiten.

Anmerkung der Redaktion * Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den dem Mercosur-Verband angeschlossenen südamerikanischen Staaten

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