
Der traditionsreiche Campingplatz Es Canar auf Ibiza hat nach fast fünf Jahrzehnten endgültig seine Türen geschlossen. In einer emotionalen Mitteilung verabschiedeten sich die Betreiber von ihren Gästen und Freunden. Die Eigentümer hoffen, dass „die Seele und der Geist“ des beliebten Platzes in den Erinnerungen der Besucher weiterleben. Seit den frühen 1980er-Jahren galt der Campingplatz als besonderer Treffpunkt für Ibiza-Liebhaber aus aller Welt. Die Betreiber erinnerten an die entspannte und zugleich einzigartige Atmosphäre zwischen Pinien, Pool, Strandnähe und dem Nachtleben der Insel. Viele Gäste hätten dort einfach „sein“ können und seien über Jahre hinweg zu Freunden geworden. Parallel zum Ende des Campingplatzes läuft auf dem Gelände bereits die Neubebauung, wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera informiert. Dort entsteht ein neues Hotel mit 116 Zimmern, das nach aktuellen Planungen zur Saison 2027 eröffnen soll. Das Projekt wird von einem spanischen Investor entwickelt und könnte als Fünf-Sterne-Hotel eingestuft werden. Geplant ist ein Gebäude im mediterranen Ibiza-Stil mit Pool, Spa und viel Begrünung. Laut der Tageszeitung soll bewusst auf übertriebenen Luxus verzichtet werden. Stattdessen setzen die Betreiber auf ein Konzept mit „ruhigem Luxus“ ohne große Inszenierung oder Starköche.
Die Zahl offizieller Campingplätze auf Ibiza schrumpft damit weiter. Neben Es Canar bleibt in diesem Sommer auch der Campingplatz Sant Antoni dauerhaft geschlossen. Trotz internationaler Unsicherheiten rechnen die verbliebenen Campingplätze auf Ibiza in diesem Sommer mit einer insgesamt stabilen Auslastung. Gleichzeitig berichten einige Betreiber weniger Buchungen als in den Vorjahren. Als möglicher Grund wird unter anderem die angespannte internationale Lage genannt. Viele Urlauber würden ihre Reisen kurzfristiger planen oder auf günstigere Angebote achten. Besonders im Camping Cala Bassa rechne man deshalb mit vielen Last-Minute-Buchungen. Im Camping Cala Nova bewegen sich die Reservierungen dagegen etwa auf dem Niveau des vergangenen Sommers, vor allem für Juli und August. Gleichzeitig entscheiden sich viele Gäste inzwischen häufiger für kürzere Aufenthalte. Die Betreiber erklärten zudem, dass die Preise in diesem Jahr nicht erhöht wurden.











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