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San Antonio

Kritik an Eclipse-Party in Sant Antoni

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Foto: Instagram @feelslikefestival
Eine für den 12. August geplante Elektronikparty am Strand von s’Arenal sorgt bereits Wochen vor ihrer Austragung für heftige Kritik. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wirft die Bürgerinitiative Salvem sa Badia dem Rathaus von Sant Antoni vor, erneut einen öffentlichen Strand für eine kommerzielle Veranstaltung freizugeben. Das kostenpflichtige „Feels Like Eclipse Festival“, für das Tickets 45 Euro kosten, soll zeitgleich mit der Sonnenfinsternis stattfinden. Nach Ansicht der Initiative werde damit ein öffentlicher Raum erneut privatisiert, nachdem bereits das Ibiza Global Festival Anfang Juli für Diskussionen gesorgt hatte.

Salvem sa Badia fordert eine Debatte darüber, ob das von der Gemeinde angeführte öffentliche Interesse tatsächlich schwerer wiegen dürfe als das Ruhebedürfnis der Anwohner. Bewohner und Besucher müssten eine Sonnenfinsternis an einem öffentlichen Strand kostenlos erleben können, ohne dabei laute Musik und ein privates Festival in Kauf nehmen zu müssen. Zudem warnt die Initiative vor einer weiteren Überlastung der ohnehin stark frequentierten Bucht von Portmany, da die Sonnenfinsternis genau zur beliebten Zeit des Sonnenuntergangs stattfindet. Ein zusätzliches Großevent könne nach Einschätzung der Kritiker zu erheblichen Verkehrs- und Sicherheitsproblemen führen. Darüber hinaus sieht Salvem sa Badia erhebliche Umweltprobleme. Der Strand werde erneut zu einer Open-Air-Disco umfunktioniert, obwohl sich die Veranstaltung in einer sensiblen Naturzone befinde. Die Initiative hat deshalb beim Rathaus Einsicht in sämtliche Genehmigungen und Unterlagen sowohl zum geplanten Eclipse-Festival als auch zum Ibiza Global Festival beantragt. Nach ihrer Auffassung dienen beide Veranstaltungen in erster Linie wirtschaftlichen Interessen und nicht dem Gemeinwohl.

Als Beleg verweist Salvem sa Badia auf zahlreiche Beschwerden nach dem Ibiza Global Festival Anfang Juli. Anwohner hätten Videos, Lärmmessungen und persönliche Berichte eingereicht. Selbst in Cala de Bou seien nachts bei geschlossenen Fenstern teilweise rund 90 Dezibel gemessen worden. Kritisiert wurden außerdem starke Lichtverschmutzung, die insbesondere für die gefährdete Balearen-Sturmtaucher problematisch sein könne, sowie große Mengen Müll, darunter Plastikbecher, Armbänder, Luftballons und Glasscherben, die teils bereits ins Meer geweht worden seien. Nach Angaben der Initiative berichteten mehrere Anwohner außerdem, dass die Musik deutlich länger als erlaubt bis nach Mitternacht zu hören gewesen sei. Ein Betroffener erklärte, ihm sei bei einer Beschwerde mitgeteilt worden, für die Veranstaltung gelte keine Lärmbegrenzung. Andere Bewohner kritisierten vor allem die aus ihrer Sicht fehlende Rücksichtnahme der Verantwortlichen und sprachen von einer vollständigen Missachtung der Interessen der Anwohner.

 

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