
Die Ankündigung des traditionellen Feuerwerks zu Sant Ciriac hat unter Lesern der Tageszeitung Diario de Ibiza Kritik ausgelöst. In der Nacht zum 8. August sollen in Ibiza-Stadt 410 Kilogramm Schießpulver abgefeuert werden. Das rund 18 Minuten dauernde Spektakel ist wie in jedem Jahr Teil des Programms der Festes de la Terra. Die Reaktionen konzentrieren sich vor allem auf drei Punkte: den lauten Knall und seine Folgen für Tiere, die Belastung besonders empfindlicher Menschen sowie den Einsatz von Schießpulver während der sommerlichen Waldbrandsaison. Mehrere Leser stellen grundsätzlich infrage, ob ein solches Feuerwerk noch notwendig und zeitgemäß sei.
Besonders häufig wird auf die Auswirkungen auf Haustiere hingewiesen. Der starke Feuerwerkslärm könne Panik auslösen und die Tiere über längere Zeit belasten. Andere Kommentare beziehen auch ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen ein, die besonders empfindlich auf den Lärm reagieren. Ausdrücklich genannt werden Kinder mit Autismus, für die die plötzlichen Explosionen und das anhaltende Donnern eine große Belastung darstellen könnten. Einige Leser fordern deshalb, derartige Veranstaltungen grundsätzlich zu verbieten oder zumindest deutlich einzuschränken. Als mögliche Alternative werden Drohnenshows vorgeschlagen. Damit ließen sich ebenfalls Bilder und Lichteffekte am Himmel erzeugen, jedoch ohne Explosionen und mit deutlich weniger Lärm. Befürworter dieser Lösung argumentieren außerdem mit einer geringeren Umweltbelastung und einem reduzierten Brandrisiko. Die traditionelle Pyrotechnik sei nicht mehr zeitgemäß und könne durch moderne technische Lösungen ersetzt werden.
Auch die aktuelle Brandgefahr im Hochsommer bereitet mehreren Lesern Sorgen. Angesichts der zahlreichen Brände sei der Einsatz großer Mengen Schießpulver schwer nachvollziehbar. Andere weisen zusätzlich auf die durch Pyrotechnik entstehende Luftverschmutzung sowie auf mögliche Rückstände giftiger Metalle hin. Ein Leser vergleicht die verursachten Emissionen sogar mit denen von 1.800 Autos, die jeweils 10.000 Kilometer zurücklegen. Organisiert wird das Feuerwerk vom Inselrat von Ibiza. Nach Angaben der Verantwortlichen soll rund um den Hafen ein umfangreiches Sicherheitskonzept eingerichtet werden.













