
Das Ministerium für den ökologischen Wandel hat laut Tageszeitung Diario de Ibiza die Konzession für die Nutzung des maritimen öffentlichen Küstenstreifens an der Platja d’en Bossa erteilt. Betroffen sind rund 322,25 Quadratmeter, auf denen sich unter anderem Teile der Strandlokale Coco Beach, Sirocco/Tanit Beach Club und Nassau Beach Club befinden.
Die Konzession gilt rückwirkend ab dem Datum des im Jahr 1999 beschlossenen Küstenverlaufs und läuft bis zum 4. März 2029. Sie kann um weitere 30 Jahre bis 2059 verlängert werden. Es handelt sich um die erste offizielle Konzession dieser Art seit der Neuregelung.
Alle genannten Flächen werden von der Hotelgruppe Palladium verwaltet, die zur Unternehmensgruppe Matutes gehört. Die Firma der Firma Salinera Española S.A. verpachtet die Flächen an Palladium, die auch die Verlängerung beantragt haben.
Die Situation ist für viele Menschen auf den Inseln von großer Bedeutung. Insgesamt sind auf Ibiza und Formentera mehr als 1.700 Geschäftsinhaber betroffen, deren Besitz durch den Küstenstreifen neu bewertet wurde. In vielen Fällen verlieren Familien, die ihre Lokale seit Generationen betreiben, ihr Eigentum. Als Ausgleich erhalten sie eine Konzession über 30 Jahre, mit der Option auf Verlängerung.
Im Unterschied zu normalen Pachtvergaben unterliegen diese Konzessionen nicht dem öffentlichen Ausschreibungsverfahren, da sie als Entschädigung für Eigentumsverlust gelten. Die Verwaltung solcher „außerordentlichen“ Konzessionen liegt beim Staat, während normale Konzessionen seit dem Übergang der Zuständigkeit per Dekret vom Jahr 2022 bei der Autonomen Gemeinschaft der Balearen liegen.
Noch offen ist die Entscheidung über die Konzessionen für zahlreiche Lokale in besonders sensiblen Zonen des Naturparks Ses Salines auf Ibiza und Formentera. Dazu zählen Jockey Club Salinas, Sa Trinxa, Chiringay, El Chiringuito, aber auch Beso Beach, Es Ministre, Juan y Andrea, Tiburón, Molí de Sal, Pirata und Manolito.
Sie alle liegen auf Flächen, die laut Küstenverordnung von 1999 neu bewertet wurden. Die Generaldirektion für Küste und Meer prüft aktuell, ob und unter welchen Bedingungen auch für diese Betriebe eine Konzession möglich ist.
Die Firma Salinera Española, die zudem für die Salzgewinnung auf den Inseln verantwortlich ist, ist an vielen dieser Orte entweder direkt oder über Tochterfirmen beteiligt. Ihre zentrale Rolle macht sie zu einem wichtigen Akteur bei der Neuordnung des Küstenraums.
Die Entscheidung des Ministeriums wird von vielen Betroffenen als Hoffnungsschimmer gesehen. Nach jahrelanger Unsicherheit könnte dies ein Signal für weitere positive Entwicklungen bei den noch ausstehenden Fällen sein.











