
Die bekannten kleinen Verpackungen für Ketchup, Mayonnaise, Senf, Öl, Essig, Zucker oder Salz sollen schrittweise aus Spaniens Bars und Restaurants verschwinden. Ab Mittwoch, 12. August, wird die neue europäische Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle angewendet. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, soll damit der Verbrauch von Einwegverpackungen reduziert und der Einsatz wiederverwendbarer Lösungen gefördert werden.
Gastronomiebetriebe müssen sich auf Alternativen wie Spender, nachfüllbare Flaschen, wiederverwendbare Öl- und Essiggefäße oder größere Gemeinschaftsbehälter einstellen. Betroffen sind Produkte, die innerhalb des Lokals konsumiert werden. Dazu zählen neben Soßen auch einzelne Verpackungen für Zucker, Salz, Kaffeesahne, Butter, Honig und Marmelade. Die bisher üblichen Einzelportionen sollen daher nach und nach von den Tischen in Restaurants, Cafés und Bars verschwinden.
Für Speisen zum Mitnehmen sind Ausnahmen vorgesehen. Bestimmte Portionsverpackungen dürfen weiterhin verwendet werden, wenn die Speisen außerhalb des Lokals verzehrt werden und die Verpackungen die vorgeschriebenen Anforderungen an die Recyclingfähigkeit erfüllen. Auch für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gelten aufgrund besonderer Hygiene- und Sicherheitsanforderungen teilweise abweichende Regelungen. Mit der Umstellung will die Europäische Union die Menge an Verpackungsmüll deutlich verringern. Für die Gäste wird die Veränderung künftig vor allem auf den Tischen sichtbar: An die Stelle der kleinen Plastikpäckchen sollen zunehmend nachfüllbare Behälter und andere Mehrweglösungen treten.
Anmerkung der Redaktion Anmerkung: Die EU-Verordnung 2025/40 wird grundsätzlich ab dem 12. August 2026 angewendet. Das konkrete Verbot bestimmter Portionsverpackungen aus Kunststoff in Hotels, Restaurants und Cafés gilt nach Artikel 25 in Verbindung mit Anhang V jedoch erst ab dem 1. Januar 2030.










