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Nachtleben

Keine weiteren Nachtclubs und Strafen für (illegale) Partygänger beschlossen

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Der erste Vizepräsident des Inselrats, Mariano Juan, bei der gestrigen Sitzung | Foto: Iris Solana, Periódico de Ibiza y Formentera

Auf Ibiza soll es künftig keine neuen Diskotheken mehr geben. Der derzeit ausgearbeitete Aktionsplan für touristische Gebiete (PIAT) wird ein Verbot neuer Nachtclubs festschreiben. Dies kündigte der erste Vizepräsident des Inselrats, Mariano Juan, während der Plenarsitzung an. Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera soll die bestehende Clublandschaft erhalten bleiben, neue Lizenzen für Diskotheken jedoch nicht mehr vergeben werden. Der Plan werde in enger Abstimmung mit der Branche erarbeitet. Die Ankündigung fiel während einer Debatte über illegale Partys und ein nachhaltigeres Tourismusmodell. Vertreter der Opposition kritisierten, Ibiza habe sich zu einer riesigen Partylocation entwickelt, in der Familien immer weniger Platz hätten. Zudem forderten sie härtere Sanktionen gegen alle Beteiligten illegaler Veranstaltungen und nicht nur gegen deren Organisatoren.

Mariano Juan betonte dagegen, dass das legale Nachtleben ein wichtiger Bestandteil der Insel sei. Es schaffe Tausende Arbeitsplätze, stärke das internationale Profil Ibizas und dürfe nicht als Problem betrachtet werden. Wie jede wirtschaftliche Aktivität verursache auch das Nachtleben Auswirkungen auf die Umgebung, diese müssten jedoch sinnvoll gesteuert und nicht durch Verbote beseitigt werden. Gleichzeitig verwies der Vizepräsident darauf, dass mit Ausnahme von Sant Josep bereits fast alle Gemeinden neue Diskotheken in ihren kommunalen Vorschriften ausgeschlossen hätten. Zudem erinnerte er daran, dass der PIAT bereits seit 2012 hätte erstellt werden können, frühere Regierungen dies jedoch nicht umgesetzt hätten. Im Kampf gegen illegale Feiern habe der Inselrat den Gemeinden zwei Millionen Euro zur Stärkung ihrer Ortspolizeien zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus seien gesetzliche Grundlagen geschaffen worden, um Eigentümer, Veranstalter, Dienstleister und sogar Teilnehmer illegaler Partys zu bestrafen. Laut Mariano Juan seien dadurch bereits Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro verhängt und sogar eine kriminelle Organisation zerschlagen worden.

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