
Die Balearen halten an der Sperre für neue Lizenzen im Bereich der touristischen Vermietung fest. Der zuständige Tourismusminister kündigte an, dass die Regierung „keinen Schritt zurück“ machen werde, trotz deutlicher Warnungen der Europäischen Union. Konkret betrifft die Maßnahme Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, für die weiterhin keine neuen Genehmigungen erteilt werden sollen. Die Regierung begründet dies mit den Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und die zunehmenden Engpässe bei verfügbarem Wohnraum sowie Problemen im Zusammenleben zwischen Einwohnern und Touristen.
Nach Ansicht der Balearen-Regierung verschärfen zusätzliche Ferienvermietungen die ohnehin angespannte Situation auf allen Inseln. Deshalb solle das Verbot flächendeckend gelten. Die EU hingegen argumentiert, dass eine solche Regelung differenzierter nach Regionen oder Stadtteilen erfolgen müsse. Trotz dieser Einwände will die Regierung laut der Tageszeitung Diario de Ibiza an ihrem Kurs festhalten und die bestehenden Regelungen weiterhin anwenden. Ziel sei es, die Wohnsituation langfristig zu stabilisieren und den Druck auf den Immobilienmarkt zu verringern – auch im Sinne einer nachhaltigeren Entwicklung und zum Schutz der Bevölkerung.











