
Nach der Kritik an der Wasserversorgung von Kreuzfahrtschiffen auf Ibiza hat der Inselrat jetzt Konsequenzen gezogen. Kreuzfahrtschiffe sollen künftig kein Wasser mehr aus privaten Brunnen der Insel erhalten, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Auslöser der Debatte war der vergangene Sommer, als bekannt wurde, dass große Kreuzfahrtschiffe im Hafen von es Botafoc über Tanklastwagen mit Wasser aus einem Brunnen in Sant Rafel versorgt wurden – mitten in einer angespannten Situation für die Grundwasserreserven der Insel. Der Präsident des Inselrats von Ibiza, Vicent Marí, erklärte nun nach einem Treffen mit der Hafenbehörde, Reedereien und dem internationalen Kreuzfahrtverband CLIA, dass eine Einigung erzielt worden sei. Die Reedereien hätten zugesagt, auf diese Form der Versorgung künftig zu verzichten. Nur in besonderen Ausnahmefällen solle eine Belieferung noch möglich sein.
Marí sprach von einem wichtigen Schritt im Dialog mit der Kreuzfahrtbranche. Hintergrund ist, dass die geltenden Genehmigungen für Brunnenwasser eigentlich ausschließlich für den häuslichen Bedarf auf Ibiza vorgesehen sind. Die Nutzung zur Versorgung von Kreuzfahrtschiffen ist laut den zuständigen Behörden nicht vorgesehen. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass ein Kreuzfahrtschiff durchschnittlich zwischen 150 und 200 Tonnen Wasser pro Woche beziehungsweise alle zehn Tage erhielt. Laut früheren Berechnungen entsprach dies rund 700.000 Litern Wasser pro Monat – ein Verbrauch, der auf Ibiza erheliche Diskussionen und Kritik ausgelöst hatte.















