
Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, hat das Rathaus von Sant Antoni die Bilanz seiner Maßnahmen zur Betreuung von Straßenkatzen vorgestellt. Seit Inkrafttreten der neuen staatlichen Tierschutzgesetzgebung wurden insgesamt 2.685 Katzen erfasst, 1.659 Tiere sterilisiert und 316 zur Adoption vermittelt.
Die Gemeinde setzt dabei auf die Methoden CER (Capture, Esterilización y Retorno – Einfangen, Sterilisieren und wieder aussetzen) sowie CEA (Capture, Esterilización y Adopción – Einfangen, Sterilisieren und Vermitteln). Der Prozess sei jedoch langfristig angelegt. Verantwortliche erinnerten daran, dass selbst Großstädte wie Barcelona nach über 15 Jahren noch immer mit der Kontrolle der Bestände beschäftigt seien. Aufgrund der kleineren Fläche geht Sant Antoni jedoch von schnelleren Ergebnissen aus.
Ziel sei es, die Katzenkolonien kurz- bis mittelfristig zu reduzieren und gleichzeitig den Gesundheitszustand der Tiere deutlich zu verbessern.
Auch für die Hunde arbeitet die Gemeinde aktiv: Seit 2022 besteht ein Abkommen mit der Stiftung Can Gossos zur Betreuung und tierärztlichen Versorgung. Derzeit sind sechs Verfahren wegen Tieraussetzung anhängig. Insgesamt verzeichnet der kommunale Zensus 470 Hunde, darunter auch als potenziell gefährlich eingestufte Tiere. Die Kontrolle erfolgt gemeinsam mit der Lokalpolizei – etwa bei Verdacht auf Misshandlung, Ruhestörungen oder fehlende Dokumentation.
Zur Stärkung des Verantwortungsbewusstseins hat Sant Antoni gemeinsam mit Aspanadif, der Elternvereinigung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung auf Ibiza und Formentera, eine neue Kampagne zur verantwortungsvollen Tierhaltung gestartet. Diese wird ab Dezember 2025 für zwei Monate in Sant Antoni, ses Païsses, sa Serra und weiteren Ortsteilen sichtbar sein.














