
Vor der Bucht von es Canaret im Norden Ibizas plant ein Unternehmen die Einrichtung einer Jet-Ski-Strecke sowie geführter Ausflüge mit Wassermotorrädern. Die Anlage wäre von Mai bis Oktober in Betrieb. Hinter dem Vorhaben steht die Firma Cruceros Playa d’en Bossa S.L., Eigentümerin der Reederei Aquabus Ferry Boats. Geplant ist laut der Tageszeitung Diario de Ibiza die Einrichtung eines rund 62.500 Quadratmeter großen Jet-Ski-Parcours vor es Canaret. Die Strecke soll etwa 500 Meter nördlich von es Cap Blanc liegen und durch vier Bojen markiert werden, die täglich ausgelegt und wieder entfernt werden müssten. Der quadratische Parcours hätte eine Seitenlänge von jeweils 250 Metern.
Die Kunden sollen über den Anleger zwischen den Stränden s’Arenal Petit und s’Arenal Gros in Portinatx zunächst mit einem Begleitboot zur Anlage gebracht werden. Dort würden die Wassermotorräder bereitstehen. Zusätzlich plant das Unternehmen einen Ticketverkauf direkt am Anleger. Neben dem Rundkurs sind auch geführte Ausflüge mit bis zu vier Jet-Skis vorgesehen. Die Route soll vom Parcours vor es Canaret bis zur Punta de es Moscarter und wieder zurück führen. Beide Angebote sollen während der Saison von Mai bis Oktober betrieben werden. Besonders umstritten ist die Lage des Projekts. Sowohl der geplante Parcours als auch die Ausflugsroute befinden sich innerhalb des geschützten Meeresgebiets „Espacio Marino del Poniente y Norte de Ibiza“, das von der Europäischen Union als ZEPA (Besonderes Vogelschutzgebiet) ausgewiesen wurde und Teil des Natura-2000-Netzwerks ist. In den Projektunterlagen argumentieren die Betreiber, dass sich die Anlage über sandigem Meeresgrund in einer Tiefe von 55 bis 70 Metern befinden würde, wo keine Posidonia-Seegraswiesen wachsen. Zudem werde bei allen Fahrten ein Mindestabstand von 500 Metern zur Küste eingehalten. Nach Ansicht der Antragsteller seien deshalb weder die geschützte Vogelwelt noch die marinen Lebensräume erheblich beeinträchtigt.















