
Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera zählen die Pityusen 13.419 Wohnungen im Eigentum von Ausländern – 12.950 in Ibiza und 469 in Formentera. Das entspricht einem Anteil von 18,62 % am gesamten Immobilienbestand der Insel.
Besonders deutlich zeigt sich der Trend in Santa Eulària des Riu, wo 4.622 Wohnungen und damit 26,81 % in ausländischem Besitz sind. Auch in Sant Joan de Labritja ist rund jede vierte Wohnung in ausländischer Hand (25,34 %, insgesamt 406 Objekte). In Sant Josep de sa Talaia gehören 3.557 Wohnungen ausländischen Eigentümern, was einem Anteil von 24,5 % entspricht. Ganz anders ist die Lage in Vila und Sant Antoni, wo diese Eigentümerquote mit 11,98 % bzw. 12,24 % deutlich niedriger ausfällt. Auf Formentera liegt der Anteil bei 19,71 %, ebenfalls deutlich über dem balearischen Durchschnitt.
Auch im Vergleich zu den übrigen Balearen liegen Ibiza und Formentera vorn. Insgesamt befinden sich im Archipel 92.030 Wohnungen im Besitz von Ausländern – 16,02 % aller Immobilien. Auf Mallorca wiederum gibt es Gemeinden, in denen ausländische Eigentümer fast die Hälfte des Immobilienbestands kontrollieren. In Andratx liegt der Anteil bei 45,19 %, gefolgt von Deià (44,12 %), Calvià (42,59 %), Fornalutx (41,14 %), Capdepera (38,14 %) und Santanyí (35,21 %).
Der Vizepräsident der Balearenregierung, Antoni Costa, erklärte jüngst im Programm „Bona nit Pitiüses“ des Lokalsenders TEF, dass ein Verbot des Immobilienerwerbs für Ausländer rechtlich unmöglich sei: „Wir sind Mitglied der Europäischen Union und können den Wohnungsmarkt nicht auf Nicht-Residenten beschränken.“ Stattdessen solle die Politik Einheimische bevorzugen, insbesondere durch Kriterien für den Zugang zu öffentlich gefördertem Wohnraum, etwa eine Mindestzahl an Wohnsitzjahren.











