
Die starke Vermehrung der Ringeltaube hat sich zu einem wachsenden Problem für die Landwirtschaft auf Ibiza entwickelt. Die Vögel verursachen erhebliche Ernteschäden an Mandel- und Feigenbäumen, Weinreben, Getreide, Gemüse und sogar Avocados. Als Gründe für die rasche Ausbreitung gelten das große Nahrungsangebot und das Fehlen natürlicher Feinde. Der Inselrat von Ibiza hat deshalb eine Sonderjagd genehmigt, um den Bestand zu reduzieren. Nach Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera dürfen die Tiere donnerstags und sonntags gejagt werden. Zwei beteiligte Jäger erlegten allein an den ersten beiden Jagdtagen zusammen 132 Ringeltauben. Nach ihrer Einschätzung leben inzwischen Tausende Tiere auf der Insel, die dank des ganzjährigen Nahrungsangebots bis zu dreimal im Jahr brüten können. Die Bestandskontrolle soll vor allem den wachsenden Schutzbedarf der landwirtschaftlichen Flächen abdecken. Zugleich werden die erlegten Tiere auch gastronomisch verwertet: Das Fleisch der Ringeltauben wird unter anderem für Reisgerichte und Burger verwendet und stößt bei Köchen zunehmend auf Interesse.











