
Ein regelrechter Zug von Tiefdruckgebieten hält Ibiza seit Monaten in Atem. Namen wie Goretti, Harry, Ingrid, Joseph, Kristin, Leonardo, Marta, Nils, Oriana und nun Pedro reihen sich aneinander. Seit September vergangenen Jahres ist es bereits das sechzehnte Unwetter dieser Art, das Spanien erreicht hat.
Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera liegt eine wesentliche Ursache in der Abschwächung des Polarwirbels. Dieses großräumige Tiefdruckgebiet über der Arktis wirkt normalerweise wie ein Schutzschild, das kalte Luftmassen in hohen Breiten hält. Wird dieser Wirbel instabil, kann Kaltluft nach Süden vorstoßen und den Jetstream verändern. Die Folge: Atlantische Tiefs verlagern sich weiter nach Süden bis nach Spanien, während Nordeuropa unter trockeneren Bedingungen leidet.
Tiefdrucklagen im Mittelmeerraum sind an sich nichts Ungewöhnliches. Auffällig ist jedoch die ungewöhnliche Abfolge ohne längere Erholungsphasen dazwischen. Bereits im Herbst 2025 hatten zwei DANA‑Wetterlagen die Pityusen getroffen, in diesem Jahr standen vor allem Sturmböen im Mittelpunkt, die Bäume und Stadtmobiliar beschädigten. Für das aktuelle Tief „Pedro“ hat die staatliche spanische Wetterbehörde AEMET wieder die Warnstufe Gelb wegen starker Winde und Küstenphänomene für Donnerstag, den 19. Februar, ausgerufen. Erwartet werden West- bis Nordwestwinde mit Böen von bis zu 44 Stundenkilometern, die im Tagesverlauf nachlassen sollen. Niederschläge sind laut Prognose nicht zu erwarten.
Am Wochenende rechnet die Behörde mit wechselnder Bewölkung und mäßigen Winden um 20 Stundenkilometer aus Nordwest und Südwest. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 10 Grad Mindestwert und 18 Grad Höchstwert. Ob „Pedro“ tatsächlich das letzte Tief dieser Serie bleibt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Die staatliche Wetteragentur Aemet auf der Plattform X











