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INE: Monatsinkommen der Ibizenker liegt unter 2000 Euro

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Trotz hoher Lebenshaltungskosten bestechen die ibizenkischen Steuerzahler nicht durch entsprechend hohe Einkommen. Nach Zahlen des spanischen Statistikamts INE, die die Tageszeitung Diario de Ibiza am Freitag veröffentlichte, schwankten die offiziellen Jahreseinkommen auf Ibiza durchschnittlich zwischen 14.350 Euro im Osten Santa Eulàrias (Distrikt 2, Abschnitt 002) und 23.450 Euro im Speckgürtel (Distrikt 4, Abschnitt 006) um Eivissa. Nach Angaben von INE beziehen sich diese Zahlen auf die verteuerten Einkommen aus dem Jahr 2018.

In den Ortskernen von Santa Eulària, Sant Josep, Sant Antoni und Sant Joan lag das versteuerte Durchschnittseinkommen zwischen 15.000 und 17.000 Euro. Selbst die eher betuchten Zeitgenossen, die sich um den Yachthafen es Botafoch in Eivissa niedergelassen haben, kamen laut INE lediglich auf ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 21.350 Euro.

Anmerkung der Redaktion Wer hätte das gedacht, der Durchschnittsibizenker ist offenbar doch nicht so betucht wie es der vielerorts mondäne Lebenstil vermuten lässt. Mit einem bescheidenen Monatseinkommen (Durchschnitt!) von zumeist deutlich unter 2000 Euro erweist er sich damit als wahrer (Über-) Lebenskünstler. Auf einer Insel, wo ein nicht allzu schickes Dach über dem Kopf kaum unter 800 Euro zu haben ist, auf der in hochgestylten Beachclubs mehr Wert auf Diners Club als Dinner gelegt wird, auf der ein eigenes Fahrzeug ein Muss ist. Natürlich, es gibt auch das andere Ibiza, das weniger im Rampenlicht steht. Doch auf Ibiza lebt es sich selbst im Schatten teuer.

Die Zahlen des INE können nicht allzu ernst genommen werden, zu diesem Schluss kommt man spätestens, wenn man sich die versteuerten Einkommen rund um das Edelviertel es Botafoch ansieht: 21.350 Euro jährlich, brutto wohlgemerkt, denn auf netto zahlt man selbst auf Ibiza keine Steuern. Damit lässt sich in den meisten luxuriösen Wohnblocks kaum mehr als ein überdachter Stellplatz für den Porsche Cayenne finanzieren.

Was lernen wir daraus? Erstens, dass Steuerhinterziehung in Spanien und insbesondere auf Ibiza ganz offensichtlich die Regel ist, und das in hemmungsloser Art und Weise. Und zweitens, dass die Steuerbehörden das klaglos hinnehmen. Zum Vergleich: in Spaniens Armenhaus Extremadura, konkret in der Stadt Cáceres, wurden 28.350 Euro versteuert. (RAd)

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