
Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza funktionieren die Pumpen zur Umwälzung des Meerwassers an der Cala Tarida nicht wie geplant. Eigentlich sollen sie die Vermehrung von Mikroalgen verhindern, doch die grüne Wassertrübung ist nach wie vor sichtbar. Laut Aussagen von Unternehmern in der Gegend war das System vergangene Woche lediglich an einem Tag in Betrieb.
Insbesondere im südlichen Teil der Bucht sei die Trübung deutlich. Zwar gibt es auch im nördlichen Bereich vereinzelt Algen, doch dort wirkt das Wasser klarer – was die Betroffenen auf die natürliche Meeresbewegung, nicht auf die Technik zurückführen.
Ein Gastronom erklärt: »Man sieht genau, wann das System läuft – es steigen Blasen auf, wie bei einem Whirlpool, was oft auch Badegäste anzieht.«
Eigentlich hätten die Pumpen bereits Anfang Juni in Cala Vedella, Port des Torrent und Cala Tarida installiert sein sollen. Doch fehlende Genehmigungen durch das Ministerium für Meer und Wasserkreislauf verzögerten den Start. Ursache war eine mangelnde Abstimmung zwischen der Balearen-Regierung und der Zentralregierung.
Ende Juni wurde die Genehmigung für Cala Vedella und Port des Torrent erteilt – dort sind die Anlagen inzwischen aktiv. In Cala Tarida stellte man fest, dass drei der vier Pumpen defekt waren. Am 15. Juli erklärte das Rathaus von Sant Josep, die Installation habe begonnen und werde am Folgetag in Betrieb gehen. Doch das geschah nicht.
Am 24. Juli hieß es erneut, dass die Pumpen im Norden aktiv seien und die südliche Anlage am Folgetag folgen würde. Am 1. August teilte die Gemeinde dann mit, dass es Störungen im Stromsystem und später Probleme durch hohen Wasserdurchfluss gegeben habe. Laut Gemeindeverwaltung sei das System dennoch gelaufen – was die betroffenen Unternehmer bestreiten.
Die Mikroalgen waren laut Berichten der Anwohner das gesamte Wochenende über sichtbar. Die Folge: ein geschätzter Umsatzrückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, weil viele Badegäste die Bucht wegen der Trübung meiden.











