
Trotz der angespannten Wohnungssituation gibt es auf Ibiza eine hohe Zahl leerstehender oder nur sporadisch genutzter Immobilien. Darauf weist der aktuelle Bericht zu sozialer Ausgrenzung und Entwicklung auf Ibiza der Stiftung Foessa hin, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza informiert. Besonders ausgeprägt sei der Leerstand in den nördlichen Gemeinden der Insel.
Dem Bericht zufolge sind in Ibiza-Stadt rund 10,2 Prozent im Leerstand. Deutlich höher fallen die Quoten in anderen Gemeinden aus: Sant Joan erreicht 35,5 Prozent, Santa Eulària 26,7 Prozent, Sant Josep 21,4 Prozent und Sant Antoni 18,6 Prozent. Von den verbleibenden Wohnungen werden zudem ein großer Teil dem touristischen Ferienvermietungsmarkt zugeführt. Dies führe laut Bericht zu einer drastischen Verknappung von dauerhaftem Wohnraum für die ansässige Bevölkerung und für Saisonarbeitskräfte. Auch illegale Ferienvermietung bestehe weiterhin, selbst wenn entsprechende Anzeigen nicht mehr offen auf großen Plattformen zu finden seien. Ein weiterer zentraler Befund betrifft die Wohnformen der Bevölkerung. 11,5 Prozent der Einwohner von Ibiza leben zur Untermiete oder in einem gemieteten Zimmer innerhalb einer Wohngemeinschaft. Zum Vergleich: Auf den Balearen liegt dieser Wert bei 2,4 Prozent, in ganz Spanien bei lediglich 0,7 Prozent. Diese Situation wirke sich direkt auf die finanzielle Stabilität vieler Haushalte aus. Nur vier von zehn Familien mit Mietwohnung könnten sich von finanziellem Stress fernhalten. Bei 43,6 Prozent liege eine moderate Belastung vor, während 15,7 Prozent der Mieterhaushalte unter extremem Mietstress litten, da mehr als 60 Prozent des Einkommens für Wohnkosten aufgewendet werden müssten.











