
Immer mehr Menschen von der Insel entscheiden sich in dieser Festtagssaison für den ‚Kreuzfahrtmodus‘. Laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera planen zahlreiche Familien aus Ibiza, Heiligabend oder den ersten Weihnachtstag auf einem Schiff zu verbringen – unterwegs zu verschiedenen Städten im Mittelmeerraum. Die Agenturen auf der Insel spüren den Trend deutlich: Kreuzfahrten gehören aktuell zu den gefragtesten Urlaubsformen.
Reisebüros wie Maribiza erklären, dass viele Kundinnen und Kunden im Winter das nachholen, „was sie im Juli oder August nicht machen können“ – nämlich mehrere Städte bequem in einer Woche besuchen und dabei alle festlichen Mahlzeiten bereits organisiert haben. Gleichzeitig bleiben klassische Favoriten wie Karibik oder Kanarische Inseln stark nachgefragt.
Die Preise haben allerdings angezogen: Eine einwöchige Kreuzfahrt kostet derzeit rund 2.000 Euro pro Person. Auch Viajes Némesis bestätigt die wachsende Nachfrage – nicht nur für Kreuzfahrten, sondern auch für Fernziele wie Thailand, Japan oder erneut Karibik. Besonders Japan gilt auf Ibiza als ein „sehr gefragtes“ Ziel. Viele Reisen seien bereits gekauft, freie Plätze würden inzwischen teurer.
Bei Flugreisen vor Weihnachten zeigt sich ein ähnliches Bild: Wer nach Südamerika möchte, zahlt dieses Jahr deutlich mehr. Auf einigen Schiffsrouten hingegen können die Preise – je nach Abreisedatum – sogar niedriger liegen. Immer wieder hören die Reisebüros denselben Satz: Auf Ibiza komme „keine richtige Weihnachtsstimmung“ auf, weshalb viele wegfahren.
Auch Viajes Marazulerklärt, dass die Anfragen für Ziele wie Ägypten oder Indonesien wieder deutlich anziehen. Reisen über Weihnachten nach Europa, Asien oder in die Karibik blieben dagegen sehr teuer, da viele Hotels die Preise zum Fest deutlich erhöhen.
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass beliebte Reiseziele in der Weihnachtszeit nur leicht schwanken. 2024 dominierten die Kanaren – dieses Jahr haben Kreuzfahrten die Nase vorn. Schon 2023 war klar, dass Weihnachtstrips für viele Familien aufgrund steigender Flugpreise zu einem kostspieligen Luxus werden. 2022 lagen die Aufschläge – je nach Buchungszeitpunkt – sogar zwischen 50 und 60 Prozent.













