
Wenn die Sonne untergeht, beginnt für viele Tiere auf Ibiza der Tag. Während die Menschen schlafen, sind sie unterwegs: sie fressen, trinken, jagen und ziehen ihre Runden. Die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet über die Aktion der Umweltschutzorganisation Amics de la Terra, die in einem Instagram-Post acht typische nachtaktive Arten der Insel vorgestellt hat. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf diese oft unscheinbaren, aber wichtigen Lebewesen zu lenken.
Zu den Protagonisten zählen die Ginsterkatze (Genetta genetta), deren Bestände sich nach starker Bejagung in den 1950er-Jahren wieder erholen. Sie liebt Wälder, Felsen und Feigen und bewegt sich gern entlang von Wasserläufen. Besonders in Sant Josep und Es Amunts gibt es viele Sichtungen.
Sehr beliebt ist der Igel (Atelerix algirus vagans), leider oft Opfer von Autoverkehr und Hitze. Weniger populär, aber nützlich ist die Gartenspitzmaus (Crocidura pachyura), die Schädlinge vertilgt, jedoch durch die Ausbreitung von Schlangen bedroht ist.
Aus der Luft kommen weitere nächtliche Stimmen: der Triel (Burhinus oedicnemus) mit seinem markanten Ruf, die Schleiereule (Tyto alba) mit ihrem auffälligen weißen Gefieder, sowie der Zwergohreule (Otus scops) und der Waldohreule (Asio otus). Sie alle sind schwer zu sehen, aber leicht zu hören – besonders die Zwergohreule mit ihrem unverwechselbaren „tuuuut… tuuuut…“.
Nicht fehlen dürfen die Fledermäuse, von denen es auf Ibiza neun Arten gibt. Sie spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem, da sie unzählige Mücken vertilgen. Doch auch sie sind bedroht – durch Lichtverschmutzung, den Verlust von Lebensräumen und Störungen in ihren Ruheplätzen.
Amics de la Terra erinnert daran: Wer nachts einem dieser Tiere begegnet, sollte einfach innehalten, beobachten und genießen – aber in Stille, ohne einzugreifen. Verletzte Tiere sollten nicht angefasst, sondern über die Notrufnummer 112 gemeldet werden.
–->HIER<–- der Originalbeitrag von Amics de la Terra auf der Plattform Instagram











