
Früher als erwartet hat einer der Stammkunden ibizenkischen Salzes, das Fischunternehmen Wilson auf den dänischen Faröer-Inseln, seinen Frachter ins Mittelmeer geschickt. Sein Auftrag: Mit rund 3400 Tonnen Salz aus den Salinen im Naturparks Ses Salines schnellstmöglich die zehntägige Heimreise in den Norden antreten, schreibt die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Dementsprechend geschäftig geht es in diesen Tagen an der Anlegestelle zu, wo schwer beladene Laster eifrig das einstmals als weißes Gold bezeichnete Gut abladen.
Nach Darstellung von Geschäftsführer Juan Ribas bezieht Wilson seit nunmehr sieben Jahrzehnten Salz aus ibizenkischer Produktion. Das Unternehmen braucht es zum Pökeln von gefangenem Kabeljau, der anschließend in zahlreiche Länder exportiert wird. „Unser Salz ist dafür wie geschaffen“, sagt Ribas, „wegen seiner Reinheit und seines Gehalts an Kalium, Natriumchlorid und Magnesium“. Das Fischfangunternehmen Wilson ist aber nicht der einzige Kunde der Faröer-Inseln. Salinera Española, wie das Unternehmen offiziell heißt, liefert Jahr für Jahr um die 15 000 Tonnen Salz auf die Inseln im hohen Norden, „etwa ein Drittel der gesamten Ernte“, sagt Ribas.
Eine ähnliche Menge geht Jahr für Jahr nach Großbritannien, wo es auf den Straßen gegen Eis und Kälte zu kämpfen hat. Auf Ibiza selbst verbleiben gerade mal zwischen 150 und 200 Tonnen. Diese finden überwiegend in der hiesigen Gastronomie und schön verpackt als Souvenir reißenden Absatz.











