
Die Ärztegewerkschaft Simebal-CESM hält an den angekündigten Streiks auf den Balearen fest. Die Arbeitsniederlegungen sollen vom 18. bis 22. Mai stattfinden und richten sich gegen den geplanten Entwurf des neuen spanischen Rahmengesetzes für den Gesundheitssektor. Die Ärzte werfen dem spanischen Gesundheitsministerium vor, bislang nicht auf ihre Forderungen reagiert zu haben, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Es handelt sich bereits um die vierte Streikrunde seit Jahresbeginn. Nach Angaben der Gewerkschaft gebe es weder konkrete Verhandlungen noch ein Entgegenkommen seitens der Zentralregierung.
Die Mediziner fordern unter anderem ein eigenes Statut für den Berufsstand, das die besonderen Anforderungen der medizinischen Ausbildung sowie die Arbeitsbedingungen besser berücksichtigen soll. In einer Mitteilung erklärte die Gewerkschaft, man sehe sich gezwungen, die Proteste fortzusetzen, um die Rechte und Interessen der Ärzte zu verteidigen. Auf Ibiza ist für den 21. Mai eine Kundgebung am Krankenhaus Can Misses geplant. Anschließend soll dort auch eine Versammlung der Ärzte stattfinden. Weitere Treffen und Protestaktionen sind ebenfalls auf Mallorca und Menorca vorgesehen. Während der gesamten Streiktage sollen zudem in den Krankenhäusern der Inseln tägliche Solidaritätsaktionen stattfinden. Damit wollen Kollegen jene Ärzte unterstützen, die trotz des Ausstands die vorgeschriebenen Mindestdienste in den Kliniken übernehmen.















