
Ibiza und Formentera erhalten endlich staatliche Unterstützung: Nach wochenlangen Forderungen der Behörden und der Bevölkerung hat der spanische Ministerrat eine umfangreiche Erklärung zur Zone Schwerwiegend von einer Notlage Betroffen beschlossen. Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera umfasst die Maßnahme insgesamt 63 Regionen in elf autonomen Gemeinschaften – darunter die Balearen.
Der Beschluss eröffnet Zugang zu staatlichen Hilfen, steuerlichen Erleichterungen, sozialen Leistungen und speziellen Förderprogrammen. Grund für die Einstufung sind die schweren Überschwemmungen und Brände, die zwischen dem 26. August und dem 9. November 2025 große Teile Spaniens getroffen haben.
Die Bildungs- und Sportministerin Pilar Alegría erklärte, dass Betroffene Unterstützung für Sach- und Personenschäden beantragen können. Auch Kommunen und Einrichtungen, die an der Notfallbewältigung beteiligt waren, erhalten finanzielle Hilfe.
Die Erklärung ermöglicht zudem Maßnahmen weiterer Ministerien – darunter steuerliche Entlastungen, arbeitsrechtliche Sonderregelungen sowie Hilfen für den landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen, tierhaltenden und aquakulturellen Sektor.
Besonders stark betroffen war Ende September der Sturm Ex- Gabrielle, der rund 300 Liter Regen pro Quadratmeter über Ibiza und Formentera brachte. Auch die DANA „Alice“ Mitte November führte zu erheblichen Schäden und Verkehrsunterbrechungen.
Zusätzlich umfasst der Beschluss die Auswirkungen mehrerer Waldbrände in verschiedenen Regionen Spaniens – darunter auch auf den Balearen.
Die neuen Maßnahmen erlauben es den zuständigen Ministerien, besondere Einsatzgebiete auszuweisen und Reparaturarbeiten an beschädigter öffentlicher Infrastruktur zu beschleunigen. Betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Körperschaften können finanzielle Hilfen zur Bewältigung von materiellen und persönlichen Schäden erhalten – ebenso wie Leistungen für geleistete Mitarbeit während der Notfallsituationen.













